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Der zweite Gefängnisausbrecher von New York ist gefasst worden. Foto: New York State Police

Schuss stoppt zweiten ausgebrochenen Mörder in USA

Dannemora - Es war ein Krimi, den sich kein Drehbuchautor hätte ausdenken dürfen: Zwei Mörder fliehen aus dem Hochsicherheitstrakt und halten den Nordosten der USA in Atem. Nun ist einer tot, der zweite niedergeschossen - und die Hintergründe bleiben ominös.

Drei Wochen nach dem Ausbruch von zwei Mördern aus einem Hochsicherheitsgefängnis in den USA ist ihre spektakuläre Flucht beendet.

Ein Polizist schoss am Sonntag den zweiten der Männer nieder. Der Verbrecher kam verletzt ins Krankenhaus. Zwei Tage zuvor war sein Komplize erschossen worden. Die beiden Männer, die aus dem Gefängnis Dannemora im Norden des Bundesstaates New York ausgebrochen waren, galten als extrem gefährlich.

Der zweite Mann wurde nur etwa 40 Kilometer von der Haftanstalt entfernt gefasst. Ein Polizist hatte den 35-Jährigen in der Nähe der Stadt Constable zweimal angeschossen, sein Zustand galt zunächst als stabil. Er wurde in New Yorks Hauptstadt Albany geflogen, dort verschlechterte sich seine Situation. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo zufolge stuften ihn die Ärzte als "kritisch, aber stabil" ein.

Sein 49 Jahre alter Komplize war am Freitag in einer nahen Waldhütte von einem Polizisten erschossen worden. Auf seine Spur kam die Polizei, nachdem dieser auf einen Wohnwagen geschossen hatte - wohl, um das Gespann zu rauben. Der Fahrer entkam und rief die Polizei. Bei seinem Komplizen, dem 35-Jährigen, fanden die Polizisten zwei Tgae später einen Beutel mit Karten, Werkzeugen, Mückenspray und Schokoriegeln. Von Waffen wurde nichts berichtet.

Die beiden Männer waren genau drei Wochen zuvor aus dem Gefängnis, 500 Kilometer von der Stadt New York entfernt, ausgebrochen. Sie hinterließen einen Zettel mit einem lachenden Gesicht und der Botschaft: "Habt noch einen schönen Tag!" Mit schwerem Werkzeug hatten sie sich den Weg in die Freiheit geschnitten und gebohrt und waren zunächst spurlos verschwunden.

Anfangs war unklar, wie die Männer so gut Bescheid wissen konnten und woher sie das Werkzeug hatten - aus der Gefängniswerkstatt stammte es nicht. Später wurde ein Wärter festgenommen, der den beiden gefrorenes Hamburgerfleisch gebracht hatte - mit Sägeblättern darin. Er beteuerte jedoch, davon nichts gewusst zu haben.

Als Hauptverdächtige gilt eine Frau, die den Männern auch das Werkzeug und Pläne der Anstalt besorgt haben soll. Angeblich hatte sie den beiden zur Flucht verhelfen sollen, damit sie ihren Mann töten würden. Sie wurde in der Woche nach dem Ausbruch festgenommen.

Die beiden Insassen verbüßten in der Clinton Correction Facility lebenslange Haftstrafen. Der eine hatte einen Mann zu Tode geprügelt, der andere einen Polizisten erschossen.

Bericht der New York Times

Bericht von CNN

Mitteilung der Polizei

Bericht von WKBW

Weitere Mitteilung der Polizei

Weitere Mitteilung der Polizei

dpa

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