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"Joe" Arpaio nennt sich selbst den härtesten Sheriff der USA.

US-Regierung verklagt "härtesten Sheriff der USA"

Washington - Die US-Regierung hat den selbst ernannten “härtesten Sheriff der USA“ wegen rassistischer Diskriminierung von Latinos verklagt.

Sheriff Joseph “Joe“ Arpaio aus Arizona habe systematisch verfassungsmäßige Rechte von Minderheiten verletzt. So lasse er etwa seine Polizeibeamten “häufig Latinos auf Grundlage von Rasse, Hautfarbe oder nationaler Herkunft anhalten und inhaftieren“, gab das Justizministerium am Donnerstag bekannt.

Latinos würden von Polizisten auf Geheiß ihres berüchtigten Vorgesetzten sehr viel häufiger als andere Autofahrer gestoppt. Die Beamten würden ohne Begründung gegen Einwanderer aus Lateinamerika vorgehen. Ein Beamter des Ministeriums sprach von “Machtmissbrauch“ des Sheriffs, der wegen seines harten Vorgehens bereits seit Jahren negative Schlagzeilen in den gesamten USA macht.

“Die Polizei hat die Aufgabe, die Menschen in unserer Gemeinde zu schützen und ihnen zu dienen, nicht sie zu spalten“, sagte Thomas Perez aus dem Ministerium.

Arpaio wird zudem vorgeworfen, unter seiner Verantwortung würden Latinos in Gefängnissen diskriminiert, die nur schlecht oder gar kein Englisch sprechen. So würden etwa deren Beschwerden und Klagen nicht beachtet, wenn sie nicht auf Englisch vorgetragen würden.

“Joe“ Arpaio hat bereits vor Jahren eine Welle der Empörung ausgelöst, weil er etwa in der sengenden Hitze Arizonas Häftlinge in Zelten unterbringen lässt.

Eine weitere Schikane des Polizisten: Er lässt an Gefangene rosa Unterwäsche verteilen, was viele Häftlinge als “unmännlich“ und daher als eine Erniedrigung ansehen. Arpaio macht geltend, seine harten Maßnahmen seien ein Mittel, um gegen illegale Einwanderer aus Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern vorzugehen.

dpa

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