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Die beiden NASA-Sonden "Grail-A" und "Grail-B" auf ihrem Weg durch die Mondumlaufbahn.

US-Sonden erreichen Mondumlaufbahn

Los Angeles - Mission geglückt: Zwei NASA-Sonden sind in die Mondumlaufbahn eingeschwenkt. Sie sollen den Erdtrabanten erkunden.

Zum Jahresstart sind zwei Erkundungssonden der US-Raumfahrtbehörde NASA in die Umlaufbahn des Mondes eingeschwenkt. “Grail-A“ wurde bereits an Silvester erfolgreich auf Kurs gebracht, am Neujahrstag erreichte nach NASA-Angaben auch der Zwillingssatellit “Grail-B“ sein Ziel. 

Die Sonden sollen das Gravitationsfeld des Mondes erkunden und so Rückschlüsse auf die Beschaffenheit der Oberfläche ermöglichen. Beide Satelliten sind etwa so groß wie eine Waschmaschine. Sie waren im September mit derselben Rakete ins All gestartet, hatten sich dann aber unabhängig voneinander auf die Reise zum Mond begeben. Aus Kostengründen legten sie die rund vier Millionen Kilometer bis zur Mondumlaufbahn relativ langsam in dreieinhalb Monaten zurück.

Fülle von Informationen erwartet

Der komplizierte Eintritt in den Mondorbit lief laut Projektleiter David Lehman "besser als erhofft“ ab. Die Zwillingssonden sollen aus einer Höhe von etwa 55 Kilometern das Schwerefeld des Erdtrabanten so detailliert wie noch nie vermessen.

Die NASA-Forscher erwarten eine Fülle von Informationen, wenn die Messungen im März beginnen. Bis dahin müssen die Umlaufbahnparameter der jeweils rund 360 Kilogramm schweren Sonden noch fein justiert werden. Ein weiteres Forschungsprojekt der Grail-Sonden besteht aus der Erstellung von Oberflächenfotos. Die an Bord befindlichen Kameras sollen von der Erde aus ferngesteuert werden, jedoch nicht von Wissenschaftlern, sondern von Schülern einer Mittelschule. Die erste amerikanische Frau im Weltall, Sally Ride, leitet das Projekt.

Die Kosten der Mission sind mit umgerechnet rund 380 Millionen Euro veranschlagt.

dapd

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