US-Verfassungsgericht stoppt Hinrichtung

Ohio - Der Oberste Gerichtshof in den USA hat am Mittwoch eine in Ohio geplante Hinrichtung eines verurteilten Mörders gestoppt. Der Verurteilte hatte 1986 ein älteres Ehepaar umgebracht.

Im Fall des zum Tode verurteilten Charles Lorraine hatten Bundesgerichte zuvor entschieden, dass der US-Staat zu sehr von seinen gesetzlichen Regeln zur Anwendung der Giftspritze abgewichen war. So kritisierten die Verfassungsrichter, dass das ärztliche Attest eines Todeskandidaten nicht ausreichend überprüft worden sei. Das höchstrichterliche Urteil dürfte weitere Hinrichtungen verzögern.

Lorraine soll im Jahr 1986 einen 77-jährigen Rentner und seine bettlägerige, 80-jährige Frau erstochen und sie dann ausgeraubt haben. Gouverneur John Kasich lehnte ein Gnadengesuch ab.

dapd/mm

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