In Alaska wurde ein Mann wohl tagelang von einem Bären attackiert.
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In Alaska wurde ein Mann wohl tagelang von einem Bären (Symbolbild) attackiert.

Helikopter findet Verletzten zufällig

Wie im Hollywood-Film: Mann durchlebt Hölle in Alaska – Bär terrorisierte ihn offenbar tagelang

  • Marc Dimitriu
    VonMarc Dimitriu
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In Alaska wurde ein Mann offenbar tagelang immer wieder von einem Bären attackiert. Nur durch Zufall konnte er gerettet werden.

Nome - Im US-Bundesstaat Alaska ereignete sich ein Vorfall, der aus einem Hollywood-Film stammen könnte. Ein Mann wurde in der Wildnis von einem Grizzlybären attackiert und tagelang terrorisiert. Da werden Erinnerungen an den Blockbuster „The Revenant“ mit Leonardo DiCaprio wach.

Alaska: Grizzlybär attackiert Mann und terrorisierte ihn tagelang

Wie die New York Times berichtet, wehrte der Mann nach eigener Aussage mehrere Nächte in Folge die Angriffe des Bären ab, nachdem er schon Tage vorher erstmals angegriffen und verletzt wurde. Mitten im Nirgendwo außerhalb der Stadt Nome im Nordwesten des Bundesstaates hielt sich der Mann in einem alten Minenlager auf. „Irgendwann hatte ihn ein Bär zum Fluss gezerrt“, sagte Lt. Cmdr. Jared Carbajal in einem Interview am Mittwoch. Carbajal war einer der Piloten des Coast-Guard-Helikopters, der ihn zufällig fand.

Auf dem Weg zu einer Mission sah die Besatzung des Helikopters, wie der Mann mit beiden Händen in die Luft winkte. Auf dem Dach einer Hütte das Lagers entdeckten sie ein SOS-Zeichen und die Aufschrift „help me”, die darauf gekritzelt waren. Die Tür der Hütte war herausgerissen. „Er hatte eine Pistole und erzählte, dass der Bär jede Nacht zurückkam und dass er seit Tagen nicht mehr geschlafen habe“, sagte Lt. Cmdr. Carbajal. Allerdings war seine Munition so gut wie aufgebraucht. Der nicht identifizierte Mann, der zwischen 50 und 60 Jahren alt sein soll, hielt sich offenbar seit dem 12. Juli in dem Camp auf. Es sei noch nicht klar, wie er in das Lager, das über kein Telefon verfügt, gelangt sei.

Alaska: Grizzlybär attackiert Mann - Helikopter-Crew entdeckt ihn zufällig

Der Kommandeur der Coast Guard erklärte, dass sie den Mann nur durch Zufall gefunden hätten. Um Wolken aus dem Weg zu gehen, mussten sie ihren Kurs ändern. Einer seiner Co-Piloten hätte den Mann dann im Augenwinkel bemerkt: „Er sagte, ,Hey, da ist ein Typ unten und winkt uns zu’”. Der Mann sei wohl aus seiner Hütte gestolpert und da war ihnen sofort klar, dass er Hilfe bräuchte. Die Helikopter-Crew brachte den Verletzten daraufhin in ein Krankenhaus in Nome. Er hatte Wunden am Bein und am Oberkörper. Die Verletzungen waren allerdings nicht lebensbedrohlich.

Laut einem Bericht des Gesundheitsministeriums von Alaska wurden von 2000 bis 2017 68 Menschen mit Verletzungen nach Bären-Attacken in Krankenhäuser eingeliefert. Zehn Menschen starben infolge der Angriffe. Aber auch in Europa kann es zu Bären-Angriffen auf Menschen kommen. Im August 2020 wurde ein junger Polizist in Südtirol von einem Bären attackiert. Der 24-überlebte mit schweren Verletzungen. (md)

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