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US-Tragödie: Mehrere Tote bei Konzert - schwere Vorwürfe gegen Superstar

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Von: Clara Marie Tietze, Magdalena Fürthauer, Yasina Hipp

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Mehrere Rettungswagen stehen vor dem Gelände eines Musikfestivals in Houston.
Bei einem Musikfestival in Houston (Texas) - organisiert von Travis Scott - kam es zu einer tödlichen Massenpanik. © Uncredited/KTRK/AP/dpa

Bei einem Auftritt des Rappers Travis Scott in den USA sind mindestens acht Menschen gestorben, weitere wurden verletzt. Nun meldet sich der Künstler selbst zu Wort.

Update vom 9. November, 21 Uhr: Wegen einer tödlichen Massenpanik auf dem Astroworld-Musikfestival im texanischen Houston haben nun die ersten Hinterbliebenen der acht Verstorbenen und zahlreiche Verletzte Klagen gegen den performenden Rapper Travis Scott sowie den Veranstalter eingereicht. Berichten des Bürgerrechtsanwalts Benjamin Crump zufolge sei unter den Klägern auch ein neunjähriger Junge, der seit dem Vorfall schwerverletzt im Krankenhaus liegt. Er sei fast zu Tode getrampelt worden.

Immer wieder werden neue verstörende Videos im Internet hochgeladen. Darunter auch ein Video eines jungen Mädchens, welches auf eine der Kameraplattformen steigt, um den Mitarbeiter auf die Situation aufmerksam zu machen. Dieser schenkt ihr trotz verzweifelten „Da sterben Leute“-Schreien keine Beachtung und geht weiter seiner Aufgabe nach. Kritisiert werden an Rapper und Veranstalter hauptsächlich zu geringe Sicherheitsvorkehrungen und das zu späte Abbrechen der Show.

Tote bei Travis Scott-Konzert: Haben die Verantwortlichen wirklich nichts gewusst?

In weiteren Videos des Abends hört man das Publikum rufen: „Stop die Show“ und ein Fahrzeug mit Blaulicht langsam durch die Menge fahren. All das während Travis Scott weiter performt. Besonders schockierend: In der Instagram-Story von Scotts On-Off-Freundin Kylie Jenner kann man eben dieses Fahrzeug inklusive Blaulicht in der Menge sehen. Das Hauptargument, man habe von nichts gewusst und deshalb die Show nicht gestoppt, scheint damit kaum noch haltbar.

Neben den schockierenden Clips vom Festival kursieren im Netz auch Videos von anderen Shows, bei denen die Künstler von selbst auf eben solche Unruhen im Publikum aufmerksam werden, sofort das Konzert stoppen und die Fans immer wieder daran erinnern, dass sie aufeinander Acht geben sollen. In einem Video ruft die Band gemeinsam mit dem Publikum: „Wenn jemand hinfällt, helfen wir ihm auf“ und performt erst weiter, als der Satz mehrmals wiederholt und die Unruhen beendet wurden.

Klagen gegen Travis Scott und Veranstalter: Vorwürfe häufen sich

Update vom 7. November, 9.50 Uhr: Nach der Massenpanik mit acht Toten während eines Musikfestivals im US-Bundesstaat Texas hat die Polizei strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Es werde vermutlich einige Zeit dauern, um festzustellen, „was genau passiert ist“, sagte der Bürgermeister der Stadt Houston, Sylvester Turner, am Samstag. An den Ermittlungen sind Beamte aus dem Mord- und dem Drogendezernat beteiligt. Bei dem Vorfall am Freitagabend waren dutzende Menschen verletzt worden, 25 von ihnen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Laut Bild habe der Polizeichef von Houston, Troy Finner, bestätigt, dass mindestens einer Person möglicherweise etwas mit einer Nadel gespritzt wurde. Ein Sicherheitsbeamter habe einen Stich in den Nacken durch einen unbekannten Angreifer gespürt und sei bewusstlos geworden. Das medizinische Personal habe anschließend etwas an seinem Hals gesehen, das auf einen Stich mit einer Spritze hindeutete.

Die Autopsie der Todesopfer soll nun die genaue Ursache klären und ob tatsächlich jemand eine Substanz gespritzt bekommen hat. „In den sozialen Medien kursieren derzeit viele Geschichten“, sagte Finner. „Ich denke, wir alle müssen den Familien gegenüber respektvoll sein und sicherstellen, dass wir den Fakten und Beweisen folgen.“

Tragödie bei Musik-Festival in den USA: Travis Scott meldet sich zu Wort

Update vom 6. November, 20.00 Uhr: Nachdem am Freitagabend mindestens acht Menschen während einer Massenpanik bei einem Musikfestival in Houston starben, gibt es nun erste Augenzeugenberichte. Auch der Rapper Travis Scott, der die Veranstaltung organisiert hatte und während dessen Auftritt es zu der Panik kam, meldet sich zu Wort. Auf Twitter schreibt der 29-Jährige, er sei am Boden zerstört. „Meine Gebete gehen hinaus zu den Familien und all denen, die von den Ereignissen des Astroworld Festivals betroffen sind.“ Er arbeite selbstverständlich mit allen Behörden zusammen, um diesem tragischen Verlust auf den Grund zu gehen.

Neben den acht Toten gibt es auch über 300 verletzte und geschädigte Personen, wie zum Beispiel Sarai S. Sie gestand dem Nachrichtensender CNN, dass sie für einen Moment während des Konzerts dachte, ihr Ende sei nun gekommen. „Ich wurde mindestens 15 Minuten einfach herumgestoßen“, so die US-Amerikanerin. Sie habe anschließend eine 17-Jährige gesehen, die aus der Menge getragen wurde. Einen 14-Jährigen, der nicht mehr atmen konnte. Und vor ihr eine Person mit Platzwunde. Sie habe sich gefühlt, als ob sie in einem „Pool gefüllt mit Menschen“ ertrinken würde.

Nach Travis-Scott-Auftritt: Mehrere Tote bei US-Musik-Festival

Update vom 6. November, 13.10 Uhr: Die Untersuchungen zur Unglücksursache laufen weiterhin. Klar ist inzwischen, dass sich neben den mindestens acht getöteten Personen 300 weitere verletzt haben. Bezirksrichterin Lina Hildago sagt, dass unter den Opfern viele sehr junge Menschen gewesen seien. Einige wären erst zehn Jahre alt gewesen. Die Polizei von Houston hat inzwischen auch eine Hotline eingerichtet, um den Kontakt zwischen Familien herzustellen.

Tote nach Massenpanik bei Travis-Scott-Auftritt: Polizei wertet Videoaufnahmen aus

Update vom 6. November, 10.00 Uhr: Die Polizei von Houston wertet nun Videoaufnahmen aus, um den Ursachen des Unglücks auf den Grund zu gehen. 50.000 Menschen besuchten das Festival. Alle weiteren für Samstag geplanten Auftritte wurden nun abgesagt.

Update vom 6. November, 8.57 Uhr: Die Nachrichtenagentur AFP zitiert den Chef der Houston Feuerwehr Samuel Peña: „Die Menge begann sich vor der Bühne zusammenzudrängen, was eine Panik auslöste und zu Verletzungen führte.“ 17 Personen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Elf davon erlitten einen Herzstillstand.

Bei US-Festival: Mindestens acht Tote nach Massenpanik

Erstmeldung vom 6. November, 8.42 Uhr: Mehrere US-Medien berichten übereinstimmend, dass es beim Astroworld-Festival im Bundesstaat Texas mindestens acht Tote gegeben habe. CNN beruft sich auf die Feuerwehr von Houston. Bei dem Auftritt von Rapper Travis Scott am Freitagabend sei die Menschenmenge immer weiter nach vorne, in Richtung Bühne gerückt. Dies habe zu einer Massenpanik geführt. Neben den Toten gibt es noch zahlreiche Verletzte.

Die Feuerwehr von Houston twitterte, dass in der Zwischenzeit ein Sammelzentrum für Familien und deren Angehörige in einem Hotel eingerichtet wurde.

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