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Unter dem Atlantik fanden Forscher nun ein riesiges Süßwasser-Reservoir. (Symbolbild)

Größer als der Viktoriasee

Forscher mit sensationeller Entdeckung unter dem Meeresgrund: Viel größer als erwartet

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Als eine Gruppe Amerikaner nach Erdöl bohrte, hätten sie diese Entdeckung nicht erwartet. Nun stellt sich heraus, dass das versteckte Vorkommen unter dem Atlantik noch größer ist. Viel größer.

Schon seit 1970 vermuteten Wissenschaftler etwas Unerwartetes in den Tiefen vor Ostküste der USA. Damals hatte man Probebohrungen unterhalb des Atlantischen Ozeans vorgenommen. Eigentlich suchten die Amerikaner nach Erdöl, doch statt diesem Rohstoff finden sie einen anderen, der immer wertvoller wird. Statt Erdöl strömt Süßwasser aus den Bohrlöchern. 

Jetzt ist klar, dass die Entdeckung noch viel größer ist, als erwartet. In einer Studie, die Scientific Reports veröffentlicht hat, werden die Anfänge des Projekts beschrieben. In den Siebzigerjahren vermuteten die Wissenschaftler zwar, dass es in dem Areal an einigen Stellen Süßwasser gibt. Das Ausmaß und die Verteilung der vorkommen war ihnen allerdings noch nicht bewusst. 

Unter dem Meeresgrund: Das hätten die Forscher nicht erwartet

Die Geologen des Earth Institute der Columbia University gehen der Spur weiter nach. Nun ist tatsächlich klar, dass es sich bei dem Ressourcen-Vorkommen um eines der größten Süßwasser-Reservoires der Erde handelt. Es ist ein unterirdischer See, der mindestens 350 Kilometer breit und bis zu 90 Kilometer lang ist. Bisher ist belegt, dass sich das Aquifer von New Jersey bis zur Insel Martha’s Vineyard in Massachusetts erstreckt. Bei dieser Ausdehnung hat das Süßwasser-Reservoir ein größeres Volumen als der Victoriasee: mit 2.8000 Kubikkilometern Süßwasser. Der Victoriasee ist der drittgrößte See der Erde und versorgt 30 Millionen Menschen mit Trinkwasser, vergleicht “Forschung und Wissen“ die Entdeckung. 

Nun ist die belegte Größe des Grundwasser-Reservoirs schon beachtlich. Tatsächlich könnte das Aquifer sogar noch größer sein, vermuten die Forscher der Columbia University. Stimmt diese Annahme, beinhalteten der entdeckte See mehr Grundwasser als das größte an Land liegende Grundwasser-Reservoir.

Sensationelle Entdeckung eines riesigen Grundwasser-Vorkommens 

Noch größere Wassermengen liegen mit dem Atlantik natürlich über dem Reservoir. Entscheidend ist jedoch, dass es sich nicht um Salzwasser wie im Ozean handelt. Nur einem Promille entspricht der Salzgehalt des Reservoirs in Küstennähe. Weiter von der Ostküste der USA entfernt hat das eingeschlossene Grundwasser maximal 15 Promille Salzgehalt. Zum Vergleich: Meerwasser hat eine Salinität von 35 Promille. Die höhere Salinität weiter draußen, unter dem Atlantik, könnte daran liegen, dass das Reservoir ein Leck hat. Süßwasser könnte aus dem See austreten und salziges Meerwasser hineinfließen. 

Schon seit der Eiszeit scheint dieses Grundwasser-Reservoir zu existieren. Nach dem Abschmelzen der Gletscher vor 20.000 Jahren floss das Wasser vermutlich in Senken vor den heutigen Vereinigten Staaten. Das Süßwasser wurde wahrscheinlich eingeschlossen und der Meeresspiegel hob sich darüber an. 

Über das Reservoir hinweg segeln wird bald Klimaaktivistin Greta Thunberg. Sie steuert mit einem Segelboot auf die Ostküste der USA zu.

Im niederländischen Utrecht haben Forscher der Universität mit einer neuen Technik einen versunkenen Kontinent entdeckt - und viele von uns machen - ohne es zu wissen - auf ihm Urlaub.

din

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