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Acht Tote wurden in dem Lkw entdeckt, der auf Supermarkt-Parkplatz in Texas abgestellt war. 

In Texas

Zehn Todesopfer nach Lastwagen-Tragödie in Texas

Zehn Menschen sterben bei einem illegalen Transport auf amerikanischen Boden. 30 Einwanderer können verletzt aus einem überhitzten Lkw-Anhänger in San Antonio gerettet werden. Der Fahrer muss sich nun vor Gericht verantworten.

Die Zahl der Toten nach der mutmaßlichen Flüchtlingstragödie mit einem Lastwagen im US-Bundesstaat Texas ist auf zehn gestiegen. Wie das Büro des örtlichen Staatsanwaltes am Montag bestätigte, erlag ein weiteres Opfer in der Nacht zu Montag (Ortszeit) im Krankenhaus seinen Verletzungen. Gegen den Fahrer des Lastwagens wurde Anklage erhoben.

Polizei und Feuerwehr hatten in der Nacht zu Sonntag in San Antonio im Laderaum des Fahrzeuges in brütender Hitze acht Tote und 30 weitere Menschen gefunden, die dehydriert waren oder einen Hitzeschlag erlitten hatten. Wie die Feuerwehr zu diesem Zeitpunkt berichtet hatte, schwebten 17 von ihnen in Lebensgefahr. Ein Supermarkt-Mitarbeiter hatte die Polizei über den Lastwagen informiert.

Polizei geht von Menschenschmuggel aus

Die Polizei geht von einem Fall von Menschenschmuggel aus. Den Behörden zufolge könnten sich möglicherweise mehr als 100 Menschen in dem überhitzten Anhänger aufgehalten haben. US-Heimatschutzminister John Kelly verurteilte die „Brutalität von Menschenhändlern“: Diese würden menschlichem Leben keine Beachtung schenken und „nur nach Profit suchen“, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten Stellungnahme.

Gegen den 60 Jahre alten Fahrer des Lastwagens wurde am Montag Anklage wegen illegalen Transports von Ausländern erhoben, der zum Tod von zehn Menschen geführt habe.

Während einer Befragung durch die Polizei habe er angegeben, mit seinem Truck von Laredo an der mexikanischen Grenze nach San Antonio gefahren zu sein. Von den Menschen im Laderaum habe er jedoch nichts gewusst, sagte er laut einer Mitteilung der örtlichen Staatsanwaltschaft. San Antonio liegt etwa 230 Kilometer von der Grenze zu Mexiko entfernt.

Im Raum San Antonio kam es allein im Juli zu drei Fällen, bei denen insgesamt 121 Menschen aus Mexiko, Ecuador, Guatemala und El Salvador aus Schleuser-Trucks gerettet wurden, wie eine lokale Zeitung berichtete.

dpa

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