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US-Truppen greifen erneut Milizenstellungen in Nadschaf an

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- Nadschaf/Bagdad - US-Truppen haben in der Nacht zum Mittwoch erneut Stellungen der schiitischen Milizen in der irakischen Pilgerstadt Nadschaf angegriffen.

Wie der arabische Sender El Dschasira berichtete, seien im Bereich um die Imam-Ali-Moschee, in der sich die Anhänger des radikalen Predigers Muktada el Sadr verschanzt halten, am späten Abend Explosionen zu hören gewesen. Zuvor sei ein US-Kampfflugzeug über der Stadt gekreist. Unterdessen soll El Sadr sich zu Verhandlungen bereit erklärt haben.

El Sadr sei bereit zu verhandeln, um weiteres Blutvergießen zu verhindern, sagte sein Sprecher Ahmed el Schibani am Dienstagabend. Sadr wolle einen «Dialog fernab aller Drohungen». Diese Verhandlungsbereitschaft komme «nicht aus einer Position der Schwäche, sondern aus einer Machtposition, und im Einklang mit unseren religiösen und humanitären Überzeugungen», sagte El Schibani.

Zuvor hatte die Übergangsregierung in Bagdad die Sadr-Anhänger erneut ultimativ zum Verlassen der Imam-Ali-Moschee aufgefordert. Die Moschee werde binnen Stunden erstürmt, sollten die Kämpfer el Sadrs die Moschee nicht verlassen und ihre Waffen abgeben, sagte Verteidigungsminister El Schaalan.

US-Truppen und irakische Sicherheitskräfte waren am Dienstag weiter auf die Imam-Ali-Moschee vorgerückt. Ein Polizeisprecher sagte, die US-Armee stehe derzeit rund 500 Meter vor der Moschee.

Bei Terroranschlägen auf zwei Minister der irakischen Übergangsregierung wurden am Dienstag in Bagdad fünf Leibwächter getötet. Umweltministerin Mischkat Mumin und Erziehungsminister Sami el Mudhaffar blieben jedoch unverletzt, als neben ihren Fahrzeugen Sprengsätze gezündet wurden.

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