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Corona-Totimpfstoff wirkt wohl: Valneva meldet Erfolg gegen Omikron-Variante

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Von: Patrick Mayer

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Im Fokus: die Impfungen gegen das Coronavirus. (Symbolbild)
Im Fokus: die Impfungen gegen das Coronavirus. (Symbolbild) © IMAGO / Bihlmayerfotografie

Das französische Biotechnologie-Unternehmen Valneva entwickelt nach eigenen Aussagen einen wirkungsvollen Totimpfstoff gegen die Corona-Variante Omikron. Im April könnte es Lieferungen nach Deutschland geben.

München/Lyon - Es geht voran mit der Impfstoff-Forschung gegen das heimtückische Coronavirus. Offenbar auch mit Blick auf die Omikron-Variante. So hat nun das französische Biotechnologie-Unternehmen Valneva neueste Labordaten zu seinem sogenannten Totimpfstoff „VLA2001“ veröffentlicht. Demnach soll dieser hochwirksam gegen Omikron sein.

Corona-Totimpfstoff VLA2001: Valneva aus Frankreich vermeldet Studien-Erfolg

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, wiesen in einer Studie nach drei Dosen Vakzin 26 von 30 Proben und damit „87 Prozent neutralisierende Antikörper gegen die Omikron-Variante auf. Die durchschnittliche Verringerung durch Neutralisation im Vergleich zum Stammvirus betrug das 2,7-fache für Delta und das 16,7-fache für Omikron“. In der Überschrift seines wissenschaftlichen Artikels geht der Pharmakonzern aus Lyon sogar noch einen Schritt weiter und schreibt davon, dass der „Impfstoffkandidat von Valneva (...) nachweislich die Omikron-Variante“ neutralisiere. Damit nicht genug.

Wie es weiter heißt, wiesen „alle 30 Proben neutralisierende Antikörper gegen das Ancestral-Virus (Stammvirus, d. Red.) und die Delta-Variante auf“. Bestätigen sich die Ergebnisse dieser Studie, wäre dies ein weiterer wichtiger Schritt im Kampf gegen das Virus. So war zuletzt immer wieder zu lesen, dass es Ungeimpfte gäbe, die auf einen Corona-Totimpfstoff warten würden - um sich dann doch impfen zu lassen.

Corona-Totimpfstoff VLA2001: Valneva entwickelt neues Vakzin gegen das Coronavirus

„Wir sind äußerst zufrieden mit diesen Ergebnissen, die das Potenzial für einen Breitbandschutz unseres inaktivierten, adjuvantierten Ganzvirus-Impfstoffs und seine Fähigkeit bestätigen, die derzeit zirkulierenden besorgniserregenden Varianten zu bekämpfen“, wird Valneva-Chefmediziner Juan Carlos Jaramillo in der Mitteilung seines Arbeitgebers zitiert: „Diese Ergebnisse ergänzen frühere Erkenntnisse aus unserer Phase-3-Studie.“

Im Video: Studie zeigt - Corona-Totimpfstoff Valneva neutralisiert Omikron

Aber: Was ist der Unterschied eines sogenannten Totimpfstoffes zu den bisher bekannten mRNA-Vakzinen, zum Beispiel von Biontech oder von Moderna? Das Wochenmagazin ZEIT erklärte kürzlich den Unterschied (vereinfacht) wie folgt: Bei klassischen Lebendimpfstoffen werden lebende Erreger angewandt, „deren krankmachende Wirkung im Labor sozusagen weggezüchtet wurde“. Es handle sich schlussendlich um „harmlos gemachte Erreger“. Bei Totimpfstoffen würden dagegen nur Strukturen der Erreger verwendet, zum Beispiel Proteine von der Oberfläche. Diese würden, so schreibt es die ZEIT weiter, von Antikörpern und Zellen des Immunsystems erkannt. Teils würden Erreger gezüchtet und anschließend abgetötet, um sie als „totes“ Virus zu verabreichen. Das Ergebnis: ein sogenannter Totimpfstoff.

Corona-Totimpfstoff: EU-Kommission bestellt 60 Millionen Dosen bei Valneva

Laut Bild hatte die EU-Kommission mit Valneva im November 2021 einen Vertrag über die Lieferung von bis zu 60 Millionen Impfdosen innerhalb von zwei Jahren vereinbart. Käme es zu einer zeitnahen Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA, könnten erste Lieferungen nach Deutschland laut dem Bericht im April erfolgen. (pm)

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