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Corona-Totimpfstoff Valneva: EMA gibt Update zur Zulassung - und zur Wirkung des Vakzins

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Von: Luisa Billmayer

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Die europäische Arzneimittelbehörde EMA nimmt derzeit das Vakzin des französischen Herstellers Valneva unter die Lupe. Ein weiterer Schritt in Richtung Zulassung.

Amsterdam - Impfungen gelten als ein sehr wichtiges Mittel in der erfolgreichen Bekämpfung der Corona-Pandemie. Mit sehr guter Sicherheit schützen die zugelassenen Impfstoffe gegen schwere Verläufe. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft derzeit den Impfstoff „VLA2001“ des französischen Herstellers Valneva, wie die Behörde am Mittwoch, 22. Dezember erneut auf Twitter zeigte. Begonnen hatte die Behörde laut eigenen Angaben am 2. Dezember 2021.

Corona-Vakzin: EMA prüft „VLA2001“ von Valneva

Weil vorläufige Laborstudien positiv ausgefallen seien, habe der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA mit der Prüfung des Vakzins begonnen. „Diese Studien deuten darauf hin, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern auslöst, die sich gegen SARS-CoV-2 richten, das Virus, das COVID-19 verursacht, und zum Schutz vor der Krankheit beitragen können“, heißt es in einem EMA-Schreiben von Anfang Dezember.

Die Prüfung des Impfstoffes ist ein erster Schritt in Richtung Zulassung, wie lange es dauert, bis das Vakzin tatsächlich verimpft werden kann ist allerdings noch unklar. Die EMA schreibt auf ihrer Website, dass der zuständige Ausschuss die Daten aus klinischen Studien prüfe, sobald diese verfügbar seien. „Die EMA kann keine genauen Zeitangaben machen, da diese davon abhängen, wann die Entwickler die erforderlichen Daten für die Überprüfung durch den CHMP vorlegen“, heißt es weiter.

EMA: So soll der „Totimpfstoff“ Valneva wirken

Auch wie das Vakzin wirken soll, beschreibt die EMA. „Der Impfstoff enthält inaktiviertes (abgetötetes) SARS-CoV-2, das die Krankheit nicht auslösen kann. VLA2001 enthält außerdem zwei Adjuvantien, d. h. Stoffe, die die Immunreaktion auf den Impfstoff verstärken“, schreibt die Behörde. „Wenn eine Person den Impfstoff erhält, erkennt ihr Immunsystem das inaktivierte Virus als fremd und bildet Antikörper dagegen. Wenn die geimpfte Person später mit SARS-CoV-2 in Kontakt kommt, erkennt das Immunsystem das Virus und ist bereit, es abzuwehren.“

Impfung
Eine Spritze wird vor den Schriftzug „Impfung“ gehalten. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Anders als die erstmals eingesetzten Impfstoffe Biontech/Pfizer und Moderna, ist der Valneva-Impfstoff kein mRNA-Vakzin, sondern ein sogenannter „Totimpfstoff“. Den Namen verdankt das Vakzin den zuvor beschriebenen abgetöteten Viren, die darin enthalten sind. Vor der Einführung der mRNA-Impfstoffe galten die „Totimpfstoffe“ als klassische Impfstoffe.

Valneva-Chef rät davon ab, auf „Totimpfstoff“ zu warten

Manche Menschen warten angeblich für ihre Corona-Immunisierung auf Impfstoffe, die auf anderen Technologien wie die bisher verfügbaren Vakzine beruhen: zum Beispiel „VLA2001“. Doch der Valneva-Chef hält von dieser Einstellung wenig. „Ich rate niemandem, auf unseren Impfstoff zu warten“, sagte Thomas Lingelbach, Geschäftsführer des Biotechnologieunternehmens Valneva, dem Nachrichtenmagazin Spiegel. „Das wäre ethisch inakzeptabel.“ Er empfehle Verwandten und Bekannten zurzeit Impfstoffe der anderen Hersteller. Er selbst habe sich kürzlich mit dem mRNA-Produkt von Biontech boostern lassen. (lb/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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