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Vater flößt Baby ätzende Flüssigkeit ein und bricht ihm die Knochen

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Hirschberg - Ein Vater hat seinem wenige Monate alten Sohn mehrfach die Knochen gebrochen und heiße oder ätzende Flüssigkeit eingeflößt. Der 31-Jährige habe den Säugling durch erhebliche innere Verletzungen töten wollen, hieß es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Mannheim. Der Vater und die Mutter des Jungen aus Hirschberg (Baden-Württemberg) müssen sich demnächst wegen mehrfachen versuchten Totschlags vor Gericht verantworten.

Der Mann habe den Jungen nach der Geburt im September 2006 über Monate hinweg immer wieder brutal ins Gesicht geschlagen und ihm mehrfach die Knochen gebrochen. Klinikärzte hatten bei Untersuchungen zahlreiche Brüche an Armen und Beinen sowie mehrere gebrochene Rippen entdeckt. "Außerdem wurde dem Kind heiße oder auch ätzende Flüssigkeit eingeflößt, was zur Folge hatte, dass es nicht mehr altersentsprechend Nahrung aufnehmen konnte", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Junge habe Gewicht verloren und müsse derzeit mit einer Sonde ernährt werden. Die Misshandlungen waren im April bekanntgeworden, weil die Mutter mit ihrem schwer hustenden und erbrechenden Jungen eine Kinderärztin aufsuchen musste.

Die 35 Jahre alte Mutter soll nach Überzeugung der Ermittler von den Taten ihres Lebensgefährten zumindest gewusst haben, ohne dagegen etwas zu unternehmen. In Verhören habe der Vater die Misshandlungen bereits "in abgeschwächter Form" eingeräumt. Die Mutter weist die Vorwürfe nach Angaben der Staatsanwaltschaft zurück.

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