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Natascha Kampusch bei der Weltpremiere des Films "3096 Tage" in Wien.

Buch erschienen

Kampuschs Vater erhebt neue Vorwürfe

Wien - Fast zeitgleich mit der Weltpremiere des Films "3096 Tage" über Natascha Kampusch schockiert ihr Vater die Öffentlichkeit mit neuen Enthüllungen zu dem Entführungsfall.

Wie das österreichische Portal oe24.at berichtet, erhebt Ludwig Koch, der Vater von Natascha Kampusch, in einem soeben erschienenen Buch schwere Vorwürfe. Das Buch mit dem Titel "Vermisst. Die Suche des Vaters nach Natascha Kampusch" von dem britischen Journalisten Alan Hall ist am Dienstag in London erschienen.

Dem Bericht zufolge sagt Ludwig Koch: "Die Wahrheit liegt zwischen Natascha und mir. Sie blockiert unsere Beziehung. Ich spreche, weil ich sie liebe und zurück will."

Acht Jahre lang war Natascha Kampusch in der Hand ihres Entführers  Wolfgang Priklopil . In dem Film "3096 Tage" wird ihr Schicksal auf beklemmende Weise gezeigt. 

Der Vater sieht das Martyrium seiner Tocher eher als Mysterium.

Aus dem Buch "Missing" von Alan Hall zitiert oe24.at brisante Passagen, unter anderem:

- Über die Beziehung von Kampusch zu dem Entführer Priklopil:

„Was sich zwischen Natascha und Priklopil entwickelte, was sie für ihn empfunden hat, das erscheint verschleiert. Polizeibeweise lassen Ludwig Koch glauben, dass sie nicht ehrlich war, wenn sie über ihr Leben mit Priklopil spricht. In späteren Jahren durfte sie in seinem Bett schlafen.“

- Über das Entführungsopfer und das Kellerverlies:

„Der Keller schaut so aus, als wenn in diesem Raum nie jemand für lange Zeit lebte. Das Mädchen aus dem Keller ist ein Mythos. Sie wartete mit ihrer Flucht, bis sie 18 war, weil sie nicht in ein Heim wollte oder zu ihrer Familie zurück.“

- Über den Prikopil-Freund Ernst H.

„Ernst H. ist der Schlüssel zum Rätsel, das Natascha passierte. Ich will ihn vor einem Gericht sehen, dass er unter Eid erklärt, was er weiß,“ sagt Ludwig Koch.

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