Großfahndung: 12-Jähriger nach Bayern-Spiel vermisst

Großfahndung: 12-Jähriger nach Bayern-Spiel vermisst
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Der Angeklagte Marc S. sitzt in Bonn im Landgericht auf der Anklagebank. Foto: Oliver Berg

Prozessbeginn

Vater soll Sohn und Lebensgefährtin getötet haben

Bonn - Ein Vater soll in Bonn seine Lebensgefährtin und seinen elfjährigen Sohn aus Habgier erdrosselt haben. Heute begann vor dem Bonner Landgericht der Prozess gegen den 47-Jährigen wegen zweifachen Mordes.

Laut Anklage soll der spielsüchtige Mann im vergangenen September 15 000 Euro aus der Wohnung gestohlen haben, in der die 48-Jährige und der Junge lebten.

Er soll seine Lebensgefährtin und den elfjährigen Sohn getötet haben: Ein 47-jähriger Mann steht seit Montag wegen zweifachen Mordes vor dem Landgericht Bonn. Laut Anklage hat er die 48-Jährige und den Jungen im vergangenen September mit USB-Kabeln erdrosselt. Die Staatsanwaltschaft geht von Habgier als Motiv aus. Die Morde habe er entweder begangen, um den Diebstahl zu ermöglichen oder um ihn zu verdecken.

Die Verteidiger kündigten am ersten Verhandlungstag an, ihr Mandant werde im Prozess vorläufig weder zu seiner Person noch zu den Vorwürfen Angaben machen. Bei seiner polizeilichen Vernehmung hatte der 47-Jährige zugegeben, das Geld wegen seiner Spielsucht gestohlen zu haben. Die Morde hatte er bestritten.

Der Angeklagte schützte sein Gesicht mit einem Aktenordner vor den Kameras der Journalisten. Einen Antrag der Verteidiger, die Hauptverhandlung für eine Woche zu unterbrechen, weil ihnen die Besetzung des Gerichts nicht früh genug mitgeteilt worden sei, lehnte die Kammer ab.

Nach der Tat war der Mann zunächst untergetaucht. Drei Tage später konnten Polizisten ihn im Duisburger Rotlichtviertel festnehmen - Duisburg ist der Geburtsort des Angeklagten. Ein Passant hatte ihn wiedererkannt, nachdem die Polizei ein Fahndungsfoto von ihm veröffentlicht hatte.

dpa

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