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Kardinal Tarcisio Bertone.

Vatikan: Keine Anzeige

Kardinal soll 15 Millionen Euro veruntreut haben

Rom - Nach einem "Bild"-Bericht vom Dienstag soll der frühere Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertono 15 Millionen Euro veruntreut haben. Doch der Vatikan erklärte: Es werde keine Ermittlungen geben.

Gegen den früheren Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone laufen nach Angaben des Vatikan keine Ermittlungen wegen der Veruntreuung vatikanischer Gelder. Die Justiz des Kleinstaats habe keinerlei strafrechtliche Untersuchungen gegen Bertone aufgenommen.

Die „Bild“-Zeitung hatte am Dienstag berichtet, Bertone habeim Jahr 2012 der finanziell angeschlagenen, kirchennahen Film-Produktionsgesellschaft „Lux Vide“ mit einem Betrag von 15 Millionen Euro aus der Klemme geholfen. Für diesen Betrag erwarb die Vatikanbank IOR den „Bild“-Informationen zufolge eine inzwischen wertlose Wandelanleihe der Film-Gesellschaft. In der IOR-Bilanz 2013 sei deshalb eine zunächst unerklärliche Abschreibung in Höhe von 15 Millionen Euro aufgetaucht. Dies habe Ermittlungen der vatikanischen Finanzaufsicht AIF ausgelöst. Deren Direktor, der Schweizer Rene Brülhart, wollte dies am Montag in einer Pressekonferenz weder bestätigen noch dementieren. Von strafrechtlichen Ermittlungen der Vatikan-Justiz gegen Bertone hatte der Bericht nicht gesprochen.

Unterdessen wies Bertone selbst den Vorwurf der Veruntreuung zurück. Die Vereinbarung der Vatikanbank IOR mit der italienischen Film-Produktionsgesellschaft „Lux Vide“ sei von der zuständigen Kardinalskommission sowie dem Verwaltungsrat des IOR gebilligt worden, sagte Bertone am Dienstag der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos.

Bertone war bis Anfang des Jahres Vorsitzender der Kardinalskommission zur Aufsicht über das IOR. Im Herbst hatte er sein Amt als Kardinalstaatssekretär niedergelegt, in das ihn Benedikt XVI. 2006 berufen hatte.

kna

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