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Die PR-Expertin Francesca Immacolata Chaouqu und der spanische Priester Lucio Vallejo Balda wurden verurteilt.

Urteile verkündet

"Vatileaks"-Prozess: Priester muss in den Knast

Rom - Es ging um Geld, Prasserei und Macht. Der Prozess um die Veröffentlichung geheimer Dokumente aus dem Vatikan nahm zuweilen bizarre Züge an. Nun sind die Urteile gefallen.

Im sogenannten „Vatileaks 2“-Prozess um die Veröffentlichung geheimer Dokumente im Vatikan sind zwei der fünf Angeklagten zu mehrmonatigen Strafen verurteilt worden. Zwei italienische Journalisten entgingen dagegen einer Verurteilung, weil sich das Gericht des Kirchenstaates für nicht zuständig erklärte. Ein weiterer Angeklagter wurde am Donnerstag freigesprochen. Die beiden Verurteilten hatten den Journalisten Dokumente über Geldverschwendung im Vatikan zugespielt.

Die PR-Expertin Francesca Immacolata Chaouqui - die während der Prozess lief, Mutter wurde - bekam eine zehnmonatige Haftstrafe, die fünf Jahre auf Bewährung ausgesetzt wurde. Der spanische Priester Lucio Vallejo Balda soll 18 Monate in Haft. Sein Mitarbeiter Nicola Maio wurde freigesprochen.

Die Enthüllungsjournalisten Gianluigi Nuzzi und Emiliano Fittipaldi hatten auf Grundlage der „geleakten“ Informationen im November Bücher über maßlose Verschwendung im Vatikan veröffentlicht. Seit seinem Amtsantritt versucht Papst Franziskus, Licht ins Dunkel der Vatikanfinanzen zu bringen und eine „Kirche der Armen“ zu propagieren. Der Vatikan stand wegen des Prozesses in der Kritik, die Pressefreiheit zu missachten.

Die Veröffentlichung vertraulicher Dokumente hatte den Vatikan schon zu Zeiten von Papst Benedikt XVI. in Atem gehalten. Im ersten „Vatileaks“-Skandal 2012 wurde der päpstliche Kammerdiener Paolo Gabriele wegen Diebstahls geheimer Dokumente zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. Benedikt begnadigte ihn kurz darauf.

dpa

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