Schon vor Tagen geändert?

Corona-Impfstoff Astrazeneca hat jetzt offiziell einen neuen Namen

  • Martina Lippl
    vonMartina Lippl
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Astrazeneca sorgt in Deutschland für Schlagzeilen. Dabei hat der Corona-Impfstoff schon einen neuen Namen. Und der steht bereits auf der Webseite der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA).

Genf - Namen sind Schall und Rauch, heißt es. Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca ist wohl inzwischen vielen Menschen in Deutschland ein Begriff. Nun wurde der Astrazeneca-Impfstoff umbenannt. Der Name des Covid-19-Vakzin von Astrazeneca mit dem Wirkstoff ChAdOx1-S wurde in „Vaxzervria“ geändert.

Astrazeneca-Umbenennung: Impfstoff heißt jetzt Vaxzervria

In allen aktuellen Meldungen zum Astrazeneca-Impfstoff* ist auf der Webseite der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bereits die Umbenennung gekennzeichnet und konsequent umbenannt:

„..Vaxzevria (previously COVID-19 Vaccine AstraZeneca)“ - auf Deutsch Vakzeria (ehemals Covid-19-Imfpfstoff AstraZeneca) - ist durchgängig zu lesen. Der Name ist am 25. März geändert worden. Auch das Etikett sowie die Verpackung soll bereits geändert worden sein, berichtet die Schwedische Agentur für Gesundheitsprodukte Läkemedelsverket. Außer der Namensänderung gibt es demnach keine weiteren Änderungen beim Impfstoff. Aber es sei wichtig, über die Änderung zu Infomieren, da Produktinformationen, Kennzeichnung und Verpackung unterschiedlich aussehen können.

Astrazeneca-Umbenennung in Vaxzervria: Neuer Name gut fürs Image?

Warum der Name des Astrazeneca-Impfstoffs in Vaxzervria geändert wurde, ist zunächst noch unklar. Eine offizielle Pressemitteilung von Astrazeneca war der Namensänderung jedenfalls nicht vorangegangen. Vielleicht hatte das Pharmaunternehmen schon immer vor, den Namen seines Corona-Impfstoffs zu ändern. Darüber lässt sich nur spekulieren.

 „Die Umstellung auf einen dauerhaften Markennamen ist üblich und wurde seit vielen Monaten geplant“, teilte das Unternehmen am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der neue Name sei von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden. Die vollständige Umstellung auf den Namen Vaxzevria werde in sechs Monaten erwartet, hieß es weiter. In anderen Märkten laufe derzeit noch eine Überprüfung. Der Impfstoff werde während der Pandemie weiterhin zum Selbstkostenpreis geliefert. Aber, ob der Zeitpunkt für einen neuen Namen gut gewählt ist?

Auch Corona-Impfstoff von Biontech hat anderen Namen

Der Astrazeneca-Impfstoff sorgte von Anfang an für Schlagzeilen. Erst sorgten fehlende Daten für Wirbel. In Deutschland wurde der Corona-Impfstoff von Astrazeneca - jetzt Vaxzervria - nur für Menschen unter 65 Jahren zugelassen. Dann kündigte das Unternehmen Lieferschwierigkeiten an. Darauf folgte im März ein erster Impfstopp nach seltenen Fällen von Hirnvenenthrombosen, der dann wieder aufgehoben wurde. Nun gibt es erneut einen Kurswechsel bei dem Corona-Impfstoff. Die Ständige Impfkomission (Stiko) empfiehlt den Impfstoff von Astrazeneca - also Vaxzervria - generell nun allen Menschen über 60 Jahren.

Der schwedisch-britische Pharmariese kämpft mit einem Imageproblem. Ob ein neuer Name für das Produkt tatsächlich ein guter Einfall ist, wird sich zeigen. Eigentlich sollte der Name für einen Corona-Impfstoff eine untergeordnete Rolle spielen. Wichtig ist, dass der Impfstoff sicher ist und vor schweren Verläufen oder Todesfällen bei Covid-19 schützt. Übrigens der Impfstoff von Biontech/Pfizer heißt Comirnaty. In der Öffentlichkeit wird dieser Name kaum genannt. Hier finden Sie unseren News-Ticker zum Thema Corona in Deutschland (ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Martin Wagner/imago

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