Schusswechsel vorm Hotel

Venezuela: Deutscher stirbt bei Überfall

Caracas -  Ein deutscher Geschäftsmann ist bei einem Raubüberfall in Venezuela ums Leben gekommen. Er war gerade erst im Land angekommen.

Die Tat habe sich kurz nach der Ankunft des 56-Jährigen in dem Land vor einem Hotel im Osten der Hauptstadt Caracas ereignet, teilten die örtlichen Behörden mit. Das Auswärtige Amt bestätigte am Freitag in Berlin, dass ein deutscher Staatsbürger in Venezuela Opfer eines Verbrechens geworden sei.

Nach der Landung auf dem Flughafen von Maiquetía nahe Caracas sei der Deutsche von einem Fahrer und einem Leibwächter in sein Hotel gebracht worden, sagte der Bürgermeister des Stadtbezirks Baruta, Gerardo Blyde. Als der Fahrer das Gepäck aus dem Kofferraum holte, erschienen demnach zwei Männer, um den Deutschen zu überfallen.

Daraufhin sei es zu einem Schusswechsel zwischen dem Leibwächter und den Tätern gekommen. Einer von ihnen kam dabei ums Leben. Der zweite Angreifer habe den Fahrer und den deutschen Geschäftsmann mit je zwei Kugeln getroffen, ehe er entkommen sei. Der Deutsche sei später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Zu dem Fahrer gab es zunächst keine weiteren Angaben.

Venezuela gilt als eines der gefährlichsten Länder der Welt. Nach Angaben der unabhängigen Beobachtungsstelle für Gewalt (OVV) wurden dort im vergangenen Jahr mehr als 24 000 Menschen getötet. Die Regierung gibt eine niedrigere Mordrate an. Doch selbst nach ihren Daten liegt Venezuela noch vor Mexiko, Kolumbien und Brasilien.

Im Februar war ein deutscher Tourist auf der zu Venezuela gehörenden Karibikinsel Margarita getötet worden. Der 76-Jährige wurde bei einem Raubüberfall in einem Einkaufszentrum erschossen. Der Deutsche war auf einer Kreuzfahrt und befand sich gerade auf einem Landgang.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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