+
Der 49-jährige Anwalt war Mitte August in seiner Kanzlei im Stadtteil Westend erschossen worden.

Familienstreitigkeiten

Steuerberater erschossen - Sohn schweigt

Berlin - Die Tatwaffe ist noch immer verschwunden. Ein Tatverdächtiger wurde gefasst. Doch die Ermittlungen nach den tödlichen Schüssen auf den Berliner Steuerberater gehen weiter - noch sind nicht alle Fragen geklärt.

Der verhaftete Sohn des erschossenen Berliner Steuerberaters schweigt. Der 16-Jährige habe sich in Vernehmungen nicht zu den Mord-Vorwürfen geäußert, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Mittwoch. Der Jugendliche sitzt seit Dienstag wegen dringenden Mordverdachts in Untersuchungshaft. Der 49-jährige Anwalt war Mitte August in seiner Kanzlei im Stadtteil Westend erschossen worden. Hintergrund der Tat sollen Familienstreitigkeiten gewesen sein.

Gegen die Witwe und einen zweiten Sohn im Alter von 18 Jahren wird laut Polizei und Staatsanwaltschaft ebenfalls weiter ermittelt. „Der Tatverdacht gegen sie ist nicht ausgeräumt“, hieß es bei der Polizei. Aus ermittlungstaktischen Gründen gebe es keine weiteren Auskünfte.

Laut Staatsanwaltschaft liegt für den 16-Jährigen bislang kein Antrag auf Haftverschonung vor. Spezialkräfte der Polizei hatten den jüngeren Sohn des Opfers am Dienstag beim Verlassen seines Wohnhauses verhaftet. Laut Staatsanwaltschaft ergab sich der dringende Tatverdacht aufgrund neuer Indizien und Zeugenaussagen. Die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden.

Beide Söhne waren kurz nach der Tat schon einmal festgenommen worden, kamen dann aber wieder auf freien Fuß. Die Familie soll zerrüttet gewesen sein.

In einer öffentlich verbreiteten Mitteilung der Eltern des Steuerberaters kurz nach dessen gewaltsamem Tod hieß es, er habe sich bereits Ende 2011 von seiner Ehefrau getrennt. Seine Söhne habe er auch finanziell großzügig unterstützt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neuseeland: 6000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten
Port Tarakohe (dpa) - Rund 6000 Menschen sind nach Zyklon "Gita" auf der Südinsel Neuseelands von der Außenwelt abgeschnitten.
Neuseeland: 6000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten
14-Jährige mit Betreuer durchgebrannt? Spur führt nach Hamburg
Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern hat eine erste Spur von der 14-Jährigen, die mit einem Betreuer ihrer Wohngruppe verschwunden ist.
14-Jährige mit Betreuer durchgebrannt? Spur führt nach Hamburg
Medienbericht: Verdächtiger nach Tod eines Polizisten im Kölner Karneval entlassen
Nach dem tödlichen Sturz eines Polizisten im Kölner Straßenkarneval ist ein 44 Jahre alter Verdächtiger laut Kölner „Stadt-Anzeiger“ aus der Untersuchungshaft entlassen …
Medienbericht: Verdächtiger nach Tod eines Polizisten im Kölner Karneval entlassen
Verurteilter Vater-Mörder seit sechs Tagen auf der Flucht
Ein verurteilter Mörder, der in Rheinland-Pfalz in einer psychiatrischen Klinik untergebracht war, ist seit sechs Tagen auf der Flucht.
Verurteilter Vater-Mörder seit sechs Tagen auf der Flucht

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion