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Fleischuntersuchung in einem Veterinär-Untersuchungsamt. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Verdächtiges Fleisch in Düsseldorfer Kantinen sichergestellt

Düsseldorf (dpa) - Neuer Fleischskandal in NRW: In Behördenkantinen wurde Fleisch sichergestellt, das mit Fäkal-Bakterien verseucht sein soll. Sogar das Landeskriminalamt ist betroffen.

Eine größere Lieferung aus Norddeutschland habe in einem Duisburger Sonderbetrieb vernichtet werden sollen, sagte der Sprecher der Duisburger Staatsanwaltschaft, Detlef Nowotsch. Doch auf dem Weg dahin sei ein Teil "abhandengekommen".

Nun wird gegen einen Kantinenpächter und weitere Verdächtige ermittelt. Polizisten durchsuchten die Kantine des Düsseldorfer Landgerichts, des Landeskriminalamts (LKA), des Statistischen Landesamts und eine Kantine der Stadtverwaltung. Im LKA und beim Landesamt seien die Ermittler fündig geworden.

Von den 50 Tonnen Fleisch, die vernichtet werden sollten, fehlten 3 Tonnen, also 3000 Kilogramm. Bei den Durchsuchungen am Donnerstag seien noch 280 Kilogramm sichergestellt worden. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft schloss nicht aus, dass der größte Teil des Fleisches bereits verzehrt wurde.

Das Fleisch steht im Verdacht, mit menschlichen Fäkal-Bakterien, sogenannten Koli-Bakterien, belastet zu sein. Zur genaueren Herkunft, wie es zu der vermuteten Kontamination mit den Bakterien kam und zu den Abläufen des vermuteten illegalen Fleischhandels hüllten sich die Ermittler in Schweigen. Auch die Frage, wie der schmutzige Handel aufflog, beantworteten sie nicht.

Bisher stelle sich die Sache aber als Einzelfall dar. Hinweise auf kriminelle Strukturen und weitere ähnliche Geschäfte gebe es derzeit nicht. "Wir haben jedenfalls keine Anhaltspunkte dafür", sagte Behördensprecher Nowotsch. Die "Bild"-Zeitung hatte zuerst über den Fall berichtet.

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