Mann wird in Psychiatrie gebracht

Wilde Verfolgungsjagd auf der A7

Hildesheim - Die Polizei hat sich am Sonntag eine wilde Verfolgungsjagd mit einem Autofahrer geliefert. Nach einem filmreifen Großeinsatz wurde der Mann gestellt. Er wurde in die Psychiatrie gebracht.

Der 46-jährige Fahrer aus Thüringen war anderen Verkehrsteilnehmern auf der A7 bei Walsrode aufgefallen, da er im dreistreifigen Autobahnbereich auf dem ganz linken Fahrstreifen anhielt. Sie riefen den Notruf der Polizei in Soltau an. 

Als ein Funkstreifenwagen eintraf, gab der Fahrer Gas. Wie die Polizei mitteilt, ignorierte der Thüringer das "Stopp-Zeichen" des Funkstreifenwagens und flüchtete mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometern in Richtung Hannover. Der Flüchtige fuhr in Schlangenlinien überholte rechts und links. Durch häufige Spurwechsel und Abdrängen konnte er verhindern, von einem Streifenwagen überholt zu werden. Auch ein Wagen der Autobahnpolizei Hildesheim, der an der Anschlussstelle Hildesheim wartete, konnte nicht verhindern, dass der Flüchtige im dreistreifigen Bereich der A7 an ihnen vorbeigelangte.

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Ab der Hildesheimer-Börde war dann auch ein Polizeihubschrauber über dem Flüchtenden. Insgesamt verfolgte sechs Streifenwagen den Flüchtigen.

Ein Wagen der Autobahnpolizei Hildesheim war zu dem Zeitpunkt in der Nähe von Bockenem. Diesem gelang es schließlich, sich innerhalb der dortigen Baustelle, mit verengten Fahrbahnen vor den Flüchtenden zu setzen. Mit zwei weiteren Streifenwagen, die sich rechts und links neben dem Flüchtenden setzten, gelang es, ihn langsam abzubremsen und schließlich anzuhalten.

Der Pkw-Fahrer muss sich nun wegen einer Reihe von Straftaten verantworten. Seinen Führerschein wird er sicher für längere Zeit abgeben müssen, sein Fahrzeug wurde sichergestellt und er selbst wurde noch am heutigem Tage in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Gründe für seine rasante Flucht, konnte oder wollte er nicht nennen. Drogen oder auch Alkohol hatte er nicht zu sich genommen.

dpa/Polizei Hildesheim

Rubriklistenbild: © dpa

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