DNA-Test belastet indische Vergewaltiger

Neu-Delhi - Die der Vergewaltigung und Ermordung einer indischen Studentin beschuldigte Gruppe von Männern wird womöglich mithilfe ihres genetischen Fingerabdrucks überführt.

Der für den Fall zuständige Staatsanwalt Rajiv Mohan erklärte am Samstag, dass die Blutspuren an der Kleidung aller sechs Verdächtigen mit der DNA des 23-jährigen Opfers übereinstimmten. Dies habe das Krankenhaus in Singapur festgestellt, in dem die schwer verletzte Frau nach dem Verbrechen behandelt wurde und später verstarb. Die Übereinstimmung gelte sowohl für die fünf festgenommenen Erwachsenen als auch für einen weiteren Beschuldigten. Dessen Alter muss noch per Knochentest ermittelt werden, soll aber wahrscheinlich unter 18 Jahren liegen.

Beschuldigte in Indien am Montag erstmals vor Gericht

Neun Tage nach dem Tod des indischen Vergewaltigungsopfers sollen die fünf volljährigen Beschuldigten erstmals vor Gericht erscheinen. Richterin Namrita Aggarwal in Neu Delhi lud die mutmaßlichen Peiniger der 23-Jährigen am Samstag für diesen Montag vor. Ihnen werden Mord, Vergewaltigung und andere Verbrechen vorgeworfen. Gerichtsreporter indischer Medien berichteten, der Fall würde dann noch am Montag oder aber in den folgenden Tagen an ein neues Schnellgericht übergeben.

Den fünf Männern droht die Todesstrafe. Bei einem sechsten Beschuldigten wird noch überprüft, ob er wie - von ihm angegeben - minderjährig ist. Vor dem Hauptverfahren gegen die fünf Erwachsenen müssen für sie noch Verteidiger gefunden werden. Mehrere Anwälte weigerten sich, sie als Mandanten zu übernehmen.

Das Schnellverfahren soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, um die Identität des Opfers und ihre Angehörigen zu schützen. Verhandelt werden soll jeden Tag, um möglichst bald zu einem Urteil zu kommen.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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