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Viele Inder fordern für die mutmaßlichen Vergewaltiger die Todesstrafe.

Erdrückende Beweise

Prozess um vergewaltigte Inderin startet

Neu Delhi - Knapp sechs Wochen nach dem Tod einer 23-jährigen Studentin in Indien hat der Mordprozess gegen ihre mutmaßlichen Vergewaltiger begonnen.

Zum Auftakt sagte am Dienstag der Begleiter der Frau aus der Tatnacht vor dem Schnellgericht in Neu Delhi aus, wie Anwälte aus dem Gerichtssaal berichteten.

Der Hauptzeuge war am 16. Dezember gemeinsam mit der Studentin nach einem Kinobesuch in einen Bus gelockt worden. Dort wurde die Frau von mehreren Männern vergewaltigt und mit ihrem Begleiter gefoltert. Die 23-Jährige war Ende Dezember an ihren Verletzungen gestorben. Das Verfahren findet hinter verschlossenen Türen statt.

Vor dem Schnellgericht in der indischen Hauptstadt wird fünf mutmaßlichen Tätern der Prozess gemacht. Ihnen droht die Todesstrafe. Ein sechster Verdächtiger, der nach Einschätzung der Ermittler besonders brutal vorging, ist noch minderjährig. Ein Jugendgericht kann ihn zu maximal drei Jahren Haft verurteilen.

Die fünf erwachsenen Angeklagten haben sich im Vorverfahren für nicht schuldig erklärt. Die Staatsanwaltschaft soll allerdings erdrückende Beweise haben. So sollen Ermittler unter anderem Blutspuren des Opfers auf der Kleidung der Männer gefunden haben.

Proteste in Indien gegen Gruppenvergewaltigung brutal niedergeschlagen

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Wann es zu einem rechtskräftigen Urteil kommen wird, ist nicht absehbar. Gegen eine Entscheidung des Schnellgerichts können die Männer in Berufung gegen. Sollten sie zum Tode verurteilt werden, können sie ein Gnadengesuch beim Präsidenten stellen.

Zuletzt war in Indien im November der letzte überlebende Angreifer der Terrorserie von Mumbai gehängt worden. Zwischen der Tat und der Hinrichtung waren rund vier Jahre vergangen.

dpa

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