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Fernand Koekelbergs Karriere als Polizist ist möglicherweise beendet.

Vergewaltigung? Polizeichef suspendiert

Brüssel - Der frühere belgische Polizeichef Fernand Koekelberg ist am Freitag wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung suspendiert worden. Ihm wird vorgeworfen, eine junge Frau am Sonntag vergewaltigt zu haben.

Koekelberg hatte noch im März Aussicht auf einen Spitzenposten bei Interpol, nun droht ihm das endgültige Karriere-Aus. Am Donnerstag war Koekelberg angeklagt worden. Eine junge Frau, die er vor vier Monaten kennengelernt hatte, wirft ihm vor, sie am vergangenen Sonntag vergewaltigt zu haben.

Wegen der Anklage drohe die Würde der Polizei schweren Schaden zu nehmen, begründete Polizeichef Paul Van Thielen am Freitag die Suspendierung seines Vorgängers. Es handele sich um eine vorläufige Maßnahme, die nichts mit den Inhalten der Anschuldigungen zu tun habe, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Belga. Koekelberg, der seit seinem Rücktritt als Polizeichef als Verbindungsbeamter zwischen den flämischen und wallonischen Polizeibehörden arbeitete, wies die Vorwürfe zurück.

Der Karriere-Absturz des einstigen Vorzeigepolizisten begann im März. Damals stürzte Koekelberg, weil er zur Werbung in eigener Sache 92.000 Euro für zwei Reisen nach Katar ausgegeben hatte. Dort wollte er seiner Bewerbung um einen hohen Posten bei Interpol Nachdruck verleihen. Schon zuvor war er in die Schlagzeilen geraten, weil er seiner persönlichen Sekretärin zu einer fragwürdigen Beförderung verholfen haben soll.

dapd

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