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Das Krankenhaus Mount Elizabeth in Singapur

Erhebliche Hirnverletzungen

Vergewaltigungsopfer ringt mit dem Tod

Singapur - Die brutal von mehreren Männern vergewaltigte Inderin ringt in Singapur mit dem Tod. Unter dem Eindruck des grausamen Vorfalls zogen die Behörden im Unionsstaat Punjab erste Konsequenzen.

Die 23-jährige Studentin habe erhebliche Hirnverletzungen, eine Infektion in den Lungen und im Bauch sowie einen Herzanfall erlitten, teilte Krankenhaussprecher Kelvin Loh am Freitag mit. Ärzte mehrerer Fachrichtungen bemühten sich ohne Unterlass, das Leben der Studentin zu retten. Ihr Zustand sei jedoch extrem kritisch. Am Donnerstag war die junge Frau zur Behandlung nach Singapur geflogen worden.

Die junge Frau war am 16. Dezember in einem Bus von sechs Männern vergewaltigt und fast zu Tode geprügelt worden. Der Fall hatte in den vergangenen Tagen zu gewalttätigen Protesten in Indien geführt. Die Demonstranten forderten, Frauen in Indien besser vor sexuellen Übergriffen zu schützen.

Polizeibeamte wegen mutmaßlicher Unterlassung suspendiert

Unter dem Eindruck des grausamen Vorfalls zogen die Behörden im Unionsstaat Punjab erste Konsequenzen: Am Donnerstag wurde ein Polizeibeamter suspendiert und zwei weitere entlassen, weil sie eine Vergewaltigungsanzeige einer 18-Jährigen ignoriert haben sollen, wie die Nachrichtenagentur PTI berichtete. Die junge Frau war demnach vor einem Monat zur Polizei gegangen, nachdem sie von mehreren Männern vergewaltigt worden war.

Die Beamten hätten ihr jedoch unangenehme Fragen gestellt, sie beschimpft und keine Ermittlungen gegen die Beschuldigten eingeleitet. Die junge Frau nahm sich schließlich das Leben, indem sie Gift trank. Ihre mutmaßlichen Peiniger wurden erst am Donnerstagabend festgenommen.

Auch im östlichen Unionsstaat Chhattisgarh wurde ein Polizist suspendiert, nachdem er sich geweigert haben soll, eine Anzeige wegen einer Vergewaltigung aufzunehmen.

dapd

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