+

Vergewaltigungs-Prozess jetzt bei Schnellgericht

Neu Delhi - Die mutmaßlichen Peiniger der vergewaltigten und getöteten Inderin müssen sich ab Montag vor einem der neuen Schnellgerichte in Neu Delhi verantworten.

Das habe die zuständige Richterin Namrita Aggarwal in einer Anhörung entschieden, sagten Anwälte der fünf Beschuldigten am Donnerstag.

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, die 23 Jahre alte Studentin in einem Bus entführt, vergewaltigt und tödlich verletzt zu haben. Den fünf volljährigen Beschuldigten droht die Todesstrafe wegen Mordes. Der sechste mutmaßliche Täter gibt an, minderjährig zu sein. Ob das stimmt, ist noch immer nicht klar. Dann käme er vor ein Jugendgericht.

Die Verteidiger V. K. Anand und A. P. Singh erklärten, sie würden ab Montag mit den Richtern zunächst über die Anklagepunkte diskutieren. Wenn sie sich darauf geeinigt hätten, können sich die fünf Angeklagten für schuldig oder unschuldig erklären. Erst dann beginne der eigentliche Prozess. Zwar soll das Gericht täglich tagen, doch wann es soweit ist, war zunächst nicht klar.

Proteste in Indien gegen Gruppenvergewaltigung brutal niedergeschlagen

Proteste in Indien gegen Gruppenvergewaltigung brutal niedergeschlagen

Die neuen Schnellgerichte, die sich ausschließlich mit sexuellen Verbrechen beschäftigen, waren als Reaktion auf die Gruppenvergewaltigung eingerichtet worden. Diese hatte national und international Anteilnahme und Proteste ausgelöst und eine Debatte über die Rolle der Frau in Indien losgetreten.

Den Prozessbeginn hatten die drei Anwälte der Beschuldigten mit mehreren Anträgen hinausgezögert. Sie beklagten ungenügende Dokumente, fehlende Übersetzungen und verlangten alle ärztlichen Unterlagen der behandelnden Ärzte in Neu Delhi und Singapur. Dorthin war die 23-Jährige nach der Tat ausgeflogen worden. Doch konnten auch die Spezialisten in Singapur ihr Leben nicht retten, da die Vergewaltiger ihre inneren Organe zu schwer verletzt hatten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

18-Jährige macht dieses Foto - kurz darauf ist sie tot
Ein grausamer Vorfall: Die 18-Jährige Jolee machte ein Foto für Instagram - danach wurde sie von einer Klippe gestoßen.
18-Jährige macht dieses Foto - kurz darauf ist sie tot
Gesunkenes U-Boot: Leiche von Journalistin gefunden
Sie wollte eine Reportage über einen U-Boot-Bauer schreiben und verlor ihr Leben. Die schwedische Journalistin Kim Wall ist tot, ihr Körper wurde zerstückelt. Diese …
Gesunkenes U-Boot: Leiche von Journalistin gefunden
Auto mit Wasserstoffperoxid betankt - Häuser evakuiert
Ein kleines Versehen hat am Dienstagabend einen Großalarm bei Wiesbaden ausgelöst. Ein Autofahrer hatte einen Wagen mit Wasserstoffperoxid betankt. Wie konnte das nur …
Auto mit Wasserstoffperoxid betankt - Häuser evakuiert
Viele Verletzte durch Taifun Hato
Mit hohen Wellen, heftigen Böen und Wolkenbrüchen hat Taifun Hato Hongkong und das chinesische Festland erreicht. Behörden berichteten von mindestens 34 Menschen, die …
Viele Verletzte durch Taifun Hato

Kommentare