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Tierschützer gehen davon aus, dass immer mehr Menschen in der Wilderei ein Auskommen suchen. Foto: Aaron Ufumeli

Vergiftete Elefanten in Simbabwe gefunden

Harare (dpa) - In Simbabwes Nationalparks werden immer mehr vergiftete Elefanten entdeckt. Innerhalb der vergangenen Woche zählten die Behörden insgesamt 40 tote Tiere.

"Am Dienstag haben wir 26 Elefanten entdeckt und Tests haben bestätigt, dass sie durch Zyanid getötet wurden", sagte Parksprecherin Caroline Washaya Moyo und ergänzte: "Es könnten noch mehr sein - unsere Ranger halten überall Ausschau nach mehr Kadavern." Diese Art des Wilderns gerate völlig außer Kontrolle, erklärte sie. Bei den im Hwange-Nationalpark gefundenen Kadavern seien 14 Stoßzähne sichergestellt worden.

Tierschützer gehen davon aus, dass angesichts der hohen Arbeitslosigkeit in dem afrikanischen Krisenstaat von gut 85 Prozent immer mehr Menschen in der Wilderei ein Auskommen suchen. Der Handel mit Elfenbein ist illegal, gilt bei einem geschätzten Schwarzmarktpreis von 1500 US-Dollar pro Kilogramm aber als lukrativ.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin verliefen die Ermittlungen der Behörden bislang erfolglos. Der Naturschützer Johnny Rodrigues fordert daher gemeinsame Anstrengungen von Armee und Polizei im Kampf gegen die Wilderei und erklärte: "Das Vergiften der Elefanten durch Zyanid wirkt sich auch aufs Ökosystem aus, da dabei auch diverse Geier getötet werden."

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