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Die Bundespolizei FBI hat damit begonnen, in den USA lebende Libyer zu verhören (Archivbild).

USA verhören Libyer: Furcht vor Gaddafis Rache

Washington - Die Bundespolizei FBI hat damit begonnen, in den USA lebende Libyer zu verhören. Ziel sei es, etwaige vom Gaddafi-Regime entsandte Spione oder Terroristen zu entlarven.

Das berichtete das “Wall Street Journal“ am Dienstag. Dahinter stecke die Sorge, dass der libysche Machthaber versuchen könnte, wegen der Militäraktion in seinem Land Vergeltungsmaßnahmen gegen US-Bürger anzuzetteln.

US-Spionageabwehrbeamte glaubten aber, dass die Gefahr von Libyen organisierter Terroraktionen in Europa größer sei als in den USA, hieß es weiter. Die USA hatten bei der Durchsetzung der Flugverbotszone zum Schutz der libyschen Zivilbevölkerung zunächst die Führungsrolle, haben sie aber mittlerweile an die Nato abgegeben.

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Die Vernehmungen konzentrieren sich nach Angaben der Zeitung zunächst auf Personen mit persönlichen oder beruflichen Verbindungen zu Libyen. Das allein könne zu Tausenden von Verhören führen.

Das Blatt erinnerte an eine ähnliche Aktion im Jahr 2003 im Zuge der Irak-Invasion. Damals hatte das FBI Informationen über 130 000 Iraker in den USA gesammelt. Die Operation wurde erst 2008 publik.

dpa

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