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Verirrter Orca tot im Fluss aufgefunden – Behörden wollten Killerwal einschläfern

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Von: Martina Lippl

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Verirrte Orca tot in Seine (Frankreich) gefunden.
Verirrte Orca tot in Seine (Frankreich) gefunden. © twitter screenshot/prefet76

Ein Orca irrte seit mehreren Wochen in der Seine in Frankreich umher. Nun entdeckten Segler den Wal leblos im Fluss.

Rouen – Noch ist unklar, warum sich der Orca überhaupt in die Seine verirrte. Vor zwei Wochen wurde das vier Meter lange Orca-Männchen das erste Mal in der Nähe der Flussmündung gesichtete. Dann bahnte sich der Wal flussaufwärts seinen Weg Richtung der Stadt Rouen. Nun wurde der kranke Killerwal tot aufgefunden. Das teilte die Präfektur Seine-Maritime in Rouen mit. Schiffer haben den Wal am Montagmorgen im Fluss treiben sehen.

Die Umweltorganisation Sea Shepherd France twitterte: „Leider haben wir heute Morgen um 11:48 die Leiche des Orcas gefunden. Wir sind derzeit bei ihr, um zu verhindern, dass ihr Körper von einem Schiff getroffen wird, was die Autopsie gefährden würde.“ Die Aktivisten kündigten an, bis zur Bergung bei der Leiche zu bleiben.

Frankreich: Verirrter Orca treibt leblos in der Seine

Den verirrten Orca mit Hilfe von Walgeräuschen Richtung Meer zu lotsen, schlug am Samstag fehl. Behörden hatten sich darauf vorbereitet, das Tier einzuschläfern. Auf Drohnenaufnahmen des Tieres seien Geschwülste und Ausschlag zu erkennen gewesen. Der Orca leide wohl an einem weit fortgeschrittenen Pilzbefall und sei sehr geschwächt gewesen. Der Wal ist nun ganz im Sinne der Aktivisten wohl eines „natürlichen Todes“ gestorben. Ein Einschläfern des Meeressäugers überflüssig.

Verirrter Orca tot – Autopsie soll vorgenommen werden

Das tonnenschwere Tier soll nun ans Ufer geschleppt und geborgen werden. Danach solle eine Autopsie und Proben von erfahrenen Tierärzte und Biologen vorgenommen werden. Fragen wie, warum sich der Orca in den Ärmelkanal und in die Seine verirrt hat, gilt es zu klären. Auch hoffen die lokalen Beamten Hinweise zur Todesursache und zur Krankheit zu finden.

Der Forschungsgruppe Meeressäuger (GEEC) zufolge wurde der Wal erstmals Anfang April von der Besatzung eines Trawlers etwa 30 Kilometer vor der normannischen Küste gesichtet. Seitdem war er immer wieder entlang der Küste, in der Seine-Mündung sowie flussaufwärts in der Seine gesichtet worden. Üblicherweise seien Orcas eher vor den Küsten Schottlands, Islands und Norwegens zu Hause sowie weiter südlich im Atlantischen Ozean im Golf von Biskaya, erklärte ein GEEC-Experte. (ml)

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