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In Deutschland verkaufte Feuerwerkskörper müssen von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung oder einer vergleichbaren europäischen Behörde zugelassen sein. Foto: Carmen Jaspersen

Rund 137 Mio Umsatz erwartet

Verkauf von Silvesterfeuerwerk beginnt

Für die Hersteller und den Handel ist das Silvesterfeuerwerk ein Höhepunkt des Jahres. Die Verbraucher geben zusammengenommen einen dreistelligen Millionenbetrag aus. Anlass genug zum Spendenaufruf.

Berlin (dpa) - Heute beginnt im Einzelhandel der Verkauf von Böllern und Silvesterraketen für den bevorstehenden Jahreswechsel. Käufer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Die nur vom 28. bis 30. Dezember angebotenen Feuerwerksprodukte müssen von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, kurz BAM, oder einer vergleichbaren europäischen Behörde zugelassen sein.

Die Fachleute des BAM und auch der Zoll warnen vor illegalem Feuerwerk. Die Auswirkungen dieser Knallkörper seien unberechenbar, darauf hatte die Bundesanstalt bereits Mitte des Monats hingewiesen. In der brandenburgischen Grenzregion zu Polen steigt die sichergestellte Menge an Knallern, die nicht in Deutschland zugelassen sind, wie es vom Hauptzollamt Frankfurt (Oder) heißt.

Die deutsche Feuerwerksbranche rechnet mit einem gleichbleibend hohen Silvesterumsatz von 137 Millionen Euro. "Die Hoffnung ist, dass wir das hohe Niveau des Vorjahres wieder erreichen", sagte der Geschäftsführer des Verbands der Pyrotechnischen Industrie (VPI), Klaus Gotzen. Die Feuerwerksbranche erzielt bereits die Hälfte ihres Silvesterumsatzes mit sogenanntem Batteriefeuerwerk, das einmal angezündet wird und dann nacheinander Effekte abfeuert.

Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt hat zum Jahreswechsel wieder zu Spenden aufgerufen. ""Brot statt Böller" ist eine Einladung an alle, denen Silvesterfeuerwerk eher Unbehagen bereitet, weil hier Millionen Euro im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert werden", erklärte die Präsidentin des Hilfswerkes, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Das Hilfswerk unterstützt Projekte in mehr als 90 Ländern.

Wohin mit dem Raketenmüll? - Böllerabfälle sollten im Restmüll entsorgt werden, rät Thomas Probst vom Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung. "Blindgänger sollte man am besten wässern und eine halbe Stunde im Eimer liegen lassen." Das Schwarzpulver mit den Salzen wird so unschädlich gemacht und kann dann in der schwarzen Tonne entsorgt werden. In Parks und auf Grünflächen sollte auf das Knallen ganz verzichtet werden, fordert der Naturschutzbund Nabu. Bei vielen Tieren löse der ungewohnte Lärm Panik aus. Für Vögel bestehe etwa die Gefahr, dass sie die Orientierung verlieren.

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