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Vier Tage lang war der Leipziger Hauptbahnhof gesperrt.

Sperrung am Hauptbahnhof beendet

Züge in Leipzig rollen wieder

Leipzig - Vier Tage lang standen in Europas größtem Kopfbahnhof alle Signale auf Rot. Nachdem der neue City-Tunnel ans Verkehrsnetz am Leipziger Hauptbahnhof angebunden ist, herrscht wieder Normalbetrieb.

Der Verkehr im Leipziger Hauptbahnhof rollt seit Sonntagmorgen wieder. Die 96-stündige Totalsperrung wurde pünktlich um 8.00 Uhr beendet, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Es gelte wieder der reguläre Fahrplan. „Es ist alles planmäßig angelaufen, als wäre nichts gewesen“, sagte eine Sprecherin. Seit Mittwochmorgen hatten alle Signale auf Rot gestanden, um den neuen City-Tunnel ins Gleisnetz einzubinden. Reisende mussten Umwege und bis zu 30 Minuten Fahrzeit länger in Kauf nehmen, denn Nah- und Fernzüge fuhren nur bis zu den Vorortbahnhöfen oder im Ersatzverkehr.

Mehrere hundert Bauarbeiter, Techniker, Ingenieure und Prüfer waren rund um die Uhr im Einsatz, um die Gleisinfrastruktur im Tunnel zu vollenden und in den Eisenbahnknoten zu integrieren. Dazu mussten Weichen gestellt und vor allem die Computersoftware entsprechend programmiert werden. Nach der technischen Abnahme Hunderter Weichenverbindungen und Signalsteuerungen wurden die Strecken wieder freigegeben.

Durch den 960 Millionen Euro teuren Citytunnel sollen in der Nacht zum Mittwoch die ersten Züge im Probebetrieb rollen. Die offizielle Eröffnung ist für den 14. Dezember geplant. Vom 15. Dezember an soll dann der neue S-Bahn-Betrieb durch den Tunnel fahrplanmäßig rollen.

Der Leipziger Hauptbahnhof wurde 1902 bis 1915 erbaut und ist mit einer Fläche von 85 000 Quadratmetern der größte Kopfbahnhof in Europa. Pro Tag passieren rund 100 000 Menschen die Bahnsteige und das 1998 geschaffene Einkaufszentrum unter den Querbahnsteigen.

dpa

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