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Löscharbeiten an der "Jekaterinburg".

Hier brennt ein russisches Atom-U-Boot

Murmansk - Bei Löscharbeiten an dem brennenden russischen Atom-U-Boot auf einem Werksgelände nahe Murmansk haben mindestens neun Menschen eine Rauchvergiftung erlitten.

Die Einsatzkräfte seien nach der Behandlung im Krankenhaus wieder entlassen worden, teilten Behörden nach Angaben von Medien am Freitag mit. Die „Jekaterinburg“ war am Vortag bei Reparaturarbeiten auf einem Dock in Brand geraten.

Hier brennt ein russisches Atom-U-Boot

Hier brennt ein russisches Atom-U-Boot

Offiziellen Angaben zufolge trat keine Radioaktivität aus und die Strahlenwerte waren im Normbereich. Atomwaffen befanden sich demnach nicht an Bord. Der Reaktor des Schiffes war stillgelegt, wie es hieß. Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, teilten die Zivilschutzbehörden mit.

Die Löscharbeiten dauerten auch am Morgen an. Offene Brandherde gebe es aber nicht mehr, sagte ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums der Agentur Interfax. Der Schaden an dem mit Interkontinentalraketen bestückbaren U-Boot sei so groß, so dass unklar sei, wie lange die Reparatur dauere.

Möglich sei auch, dass das Kriegsschiff völlig aus dem Bestand der Marine genommen werde, sagte ein Mitarbeiter der Untersuchungskommission der Agentur Interfax. Nach Darstellung der Behörden hatte Holz auf dem Werksgelände von Rosljakowo Feuer gefangen, das dann auf die äußere Hülle des Atom-U-Boots übergegriffen hatte. Das Fernsehen zeigte Bilder von riesigen Rauchschwaden, die zum Himmel aufstiegen.

Das U-Boot ist nach Angaben russischer Medien 167 Meter lang und 12 Meter breit. Die „Jekaterinburg“ gehöre zur sogenannten zweiten Generation der sowjetischen Atom-U-Boote, zum Projekt 667-BDRM „Delfin“ (Nato-Code: „Delta-IV“) und lief 1984 vom Stapel.

dpa

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