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Vergeblicher Kampf gegen Einschläferung

Verletzte bei Handgemenge um Ebola-Hund Excalibur

Madrid - Excalibur, der Hund der mit Ebola infizierten Spanierin ist eingeschläfert worden. Zuvor eskalierte der Streit um das Tier mit einem Handgemenge zwischen Polizei und Tierschützern.

Nachdem die Gesundheitsbehörden der spanischen Hauptstadt das Einschläfern von Excalibur angeordnet hatten, versammelten sich am Mittwochabend dutzende Menschen vor dem Haus der Frau. Im Bemühen, den Abtransport des Hundes zu verhindern, kam es nach Angaben eines AFP-Fotografen zu einem Handgemenge mit der Polizei. Zwei Menschen seien verletzt worden, als die Beamten den Weg für das Auto der Veterinäre freiräumten.

Nur 40 Minuten nach dem Abtransport von Excalibur erklärte die Regionalregierung von Madrid, dass das Tier getötet worden sei. Der Hund sei "ohne Qualen" gestorben. Die Behörden hatten die Tötung des Hundes damit begründet, dass dieser - obwohl er keine Krankheitssymptome zeigte - womöglich Träger des Ebola-Virus sein könnte. Die 44-jährige Besitzerin des Mischlingshundes ist an der gefährlichen Krankheit erkrankt. Sie hat sich bei der Pflege von Ebola-Infizierten aus Westafrika in einem Madrider Krankenhaus angesteckt. Ihr Fall ist die erste Ebola-Ansteckung außerhalb Afrikas.

Vergebliche Proteste um Ebola-Hund Excalibur

Proteste um Ebola-Hund Excalibur

Tierschützer kritisierten die Tötung von Excalibur als "überflüssig". Es gebe bisher keine Beweise, dass das tödliche Virus von Hunden auf Menschen übertragen werden könne. "Das letzte, was diese Frau jetzt gebrauchen kann, ist zu erfahren, dass ein Mitglied ihrer Familie getötet wurde", erklärte die Tierschutzorganisation Peta. Auch der Ehemann der Pflegerin, der selbst unter Quarantäne steht, hatte gegen die Entscheidung der Gesundheitsbehörden zum Einschläfern des Hundes protestiert.

In einer Online-Petition hatten 374.000 Menschen vergeblich gefordert, Excalibur unter Quarantäne zu stellen anstatt ihn einschläfern zu lassen.

AFP

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