Verletzte nach Brand auf russischem Atom-U-Boot

Moskau - Bei einem Brand auf einem atomgetriebenen russischen U-Boot sind nach Ermittlerangaben 15 Seeleute verletzt und in ein Militärkrankenhaus gebracht worden.

Über die Art der Verletzungen machten die Ermittler am Dienstag keine Angaben. Zugleich war von bedeutenden Schäden am U-Boot die Rede, ohne dass diese näher beschrieben wurden.

Das Feuer auf der "Tomsk" war demnach am Montag während Schweißarbeiten in der Werft von Bolschoi Kamen in Russlands Fernem Osten ausgebrochen. In ersten Meldungen am Montag war weder von Verletzten noch von Schäden die Rede gewesen. Die Behörden verlautbarten, dass der Atomreaktor des U-Boots vor längerer Zeit abgeschaltet worden sei. Deshalb bestehe keine Gefahr der radioaktiven Verstrahlung.

Die schwerste Katastrophe mit einem russischen Atom-U-Boot ereignete sich im Jahr 2000, als die "Kursk" bei einer Übung in der Barentssee wegen eines defekten Torpedos sank. Alle 118 Besatzungsmitglieder starben. Aufgrund der zögerlichen Informationspolitik und der unzureichenden Rettungsbemühungen geriet der damalige Präsident Wladimir Putin in die Kritik. Acht Jahre später erstickten 20 Menschen an Bord der "Nerpa", als sich mitten im Pazifik das Feuerlöschsystem plötzlich grundlos einschaltete.

Im Dezember 2011 ging die "Jekaterinburg" bei Reparaturarbeiten auf einem nordrussischen Militärdock in Flammen auf. Neun Menschen erlitten Verletzungen. In späteren Berichten hieß es, an Bord der "Jekaterinburg" hätten sich zum Zeitpunkt der Reparaturarbeiten entgegen der üblichen Praxis noch Raketen befunden.

AFP

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