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Ein Mann mit einer Schusswaffe hat in einem Thalys-Schnellzug in Nordfrankreich mehrere Menschen verletzt.

Auf dem Weg von Amsterdam nach Paris

Verletzte nach Schüssen in Zug in Frankreich

Paris - Drama in einem Zug Amsterdam-Paris: Ein Mann eröffnet das Feuer mit einer schweren Schusswaffe. Fahrgäste überwältigen ihn - und verhindern möglicherweise Schlimmeres.

In einem Thalys-Schnellzug auf dem Weg von Amsterdam nach Paris hat ein Mann mit einer Schusswaffe das Feuer eröffnet und zwei Menschen schwer verletzt. Ein Opfer sei lebensgefährlich verletzt worden, sagte der Sprecher des französischen Innenministeriums am Freitag dem Sender BFMTV. Die für Terrorismus zuständige Staatsanwaltschaft von Paris übernahm die Ermittlungen.

Nach ersten Angaben wurde der Mann von Passagieren überwältigt und dann am frühen Abend im Bahnhof von Arras in Nordfrankreich der Polizei übergeben. Der eigentliche Vorfall ereignete sich laut französischem Präsidialamt noch auf belgischem Staatsgebiet.

Frankreichs Präsident François Hollande telefonierte demnach mit Belgiens Premierminister Charles Michel. Die beiden vereinbarten, bei der Aufklärung der Tat eng zusammenzuarbeiten.

Identität und Motiv des Täters blieben zunächst unklar. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete, zog die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft den Fall aufgrund der verwendeten Waffe, des Ablaufs und des Kontextes der Tat an sich.

Nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen wurden im Gepäck des mutmaßlichen Täters mehrere Schusswaffen gefunden.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve traf am Abend in Arras ein, um sich dort über die Ermittlungen zu informieren. Er wollte sich noch am Abend vor der Presse äußern.

„Alles wird getan, um Licht in dieses Drama zu bringen“, erklärte Staatspräsident François Hollande.

Die Regionalzeitung „La Voix du Nord“ berichtete unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, bei den beiden Opfern handele es sich um Soldaten, mindestens einer von ihnen soll Amerikaner sein. Sie hätten an Bord des Zugs gehört, wie der Mann eine schwere Waffe in einer Toilette geladen habe und seien daraufhin eingeschritten. Einer sei von einem Schuss getroffen worden, der andere mit einer Stichwaffe verletzt worden. Ein dritter Passagier verletzte sich demnach leicht, als er die Glasscheibe an einem Alarmknopf einschlug.

Bericht "La Voix du Nord"

dpa

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