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Zwei Männer stützen am 30. 09. 2010 im Schlossgarten in Stuttgart den verletzten Dietrich Wagner

Verletzte Stuttgart-21-Gegner klagen gegen Land

Stuttgart - Vier Stuttgart-21-Gegner, die bei dem harten Polizeieinsatz im Schlossgarten Ende September schwer verletzt wurden, haben Klage gegen das Land Baden-Württemberg eingereicht.

Mit der Beschwerde vor dem Verwaltungsgericht solle die Rechtmäßigkeit des Polizeieinsatzes bei der Demonstration geprüft werden, erklärte Kläger Alexander Schlager am Donnerstag in Stuttgart. Neben Schlager gehören auch Daniel Kartmann sowie Dietrich Wagner, dessen Foto mit blutigen Augenverletzungen durch die Medien ging, zu den Klägern. Der vierte Verletzte wollte ungenannt bleiben.

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Bei der Klage gehe es ihm nicht nur um sein persönliches Recht, sondern vor allem um Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, sagte Schlager. “Ich erhoffe mir, dass unsere Meinung der Unverhältnismäßigkeit dieses Einsatzes nun vom Gericht bestätigt wird.“ In einem nächsten Schritt wolle er Strafanzeige stellen und Schmerzensgeld sowie Schadensersatz einklagen. Zudem verlange er von der Polizei die Herausgabe des Videomaterials als Beweismittel. “Ich bin mir sicher, dass es entsprechende Bilder gibt“, sagte Schlager.

Alle vier Kläger hatten bei der Demonstration am 30. September durch den Einsatz von Wasserwerfern zum Teil schwere Augenverletzungen davongetragen. Nach Angaben der “Parkschützer“ sind die Verletzungen so schwerwiegend, dass die Betroffenen möglicherweise auf jeweils einem Auge nie wieder richtig sehen können. Dietrich Wagner wird nach Aussagen seiner Ärzte auf einem Auge völlig blind bleiben.

dpa

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