+
Bergpanorama des Himalaya: Nach einem schweren Schneesturm sind vermutlich acht Bergsteiger ums Leben gekommen. Foto: Sabina Bhattrai/epa

Nach Schneesturm

Sieben Bergsteiger im Himalaya tot

Erneut sind im Himalaya mehrere Bergsteiger ums Leben gekommen. Fünf Bergsteiger aus Südkorea und vier nepalesische Führern waren am 7193 Meter hohen Gurja Himal unterwegs, als sie von einem Schneesturm überrascht wurden.

Kathmandu/Seoul (dpa) - Sieben Mitglieder einer Himalaya-Expedition sind bei einem Schneesturm im Westen Nepals ums Leben gekommen. Ein Rettungsteam habe ihre Leichen am 7193 Meter hohen Berg Gurja gefunden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Von zwei weiteren Mitgliedern der Gruppe fehle noch jede Spur. Das Außenministerium in Südkorea teilte dagegen mit, alle neun Mitglieder der Expedition einschließlich fünf südkoreanischer Bergsteiger seien tot.

Schlucht-Drama: Frau wurde durch Bikini-Fotos auf Berggipfeln berühmt - jetzt ist sie tot

Die fünf Südkoreaner und ihre vier nepalesischen Bergführer hätten am Gurja in 3500 Meter Höhe ihr Camp aufgeschlagen, um für den Aufstieg auf besseres Wetter zu warten, sagte Wangchu Sherpa vom Expeditionsveranstalter. Der Schneesturm habe das Lager am Freitag aber zerstört. Den Angaben des Außenministeriums in Seoul zufolge stürzten die Bergsteiger von einer Klippe in den Tod. Die schlechten Wetterbedingungen erschwerten die Bergung der Leichen, die von einem kleinen Hubschrauber aus gesichtet worden sein.

Unter den Südkoreanern befand sich nach Angaben des Touranbieters auch ein besonders erfahrener Bergsteiger. Der Gurja Himal liegt in der Nähe des siebthöchsten Berges der Welt, dem 8167 Meter hohen Dhaulagiri. Die Bergsteigersaison geht in Nepal von April bis Mai, dann ist das Wetter am günstigsten. Bergsteiger versuchen trotz des höheren Risikos aber auch, in der Herbstsaison von September bis Oktober die Gipfel des Himalaya zu erklimmen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

29 Tote bei Busunglück auf Madeira - Zeugen-Aussage zu Unfallursache - Maas besucht Unglücksstelle
Auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira ist am Mittwoch ein Touristenbus schwer verunglückt - Es gab 29 Tote. Die Opfer waren wohl alle aus Deutschland. Besonders …
29 Tote bei Busunglück auf Madeira - Zeugen-Aussage zu Unfallursache - Maas besucht Unglücksstelle
Vermisste Rebecca: Neue Details zu Polen-Spur - Spekulationen um Zahnspange
Rebecca Reusch aus Berlin bleibt vermisst. Die Kripo konnte offenbar weitere Indizien sammeln. Die Anwältin des Schwagers äußerte eine merkwürdige These. Schwester …
Vermisste Rebecca: Neue Details zu Polen-Spur - Spekulationen um Zahnspange
Unfassbar: Mutter gebärt Baby in Badewanne und lässt es ertrinken 
Eine Frau steigt in die Badewanne, bringt ein Baby zur Welt und lässt es im Wasser sterben. Ein Gericht verurteilte die Mutter zweier Söhne deswegen zu Gefängnis. 
Unfassbar: Mutter gebärt Baby in Badewanne und lässt es ertrinken 
Notre-Dame: Jetzt ist klar, wie der Feuerwehrmann verletzt wurde - Experten haben enttäuschende Nachricht
Paris unter Schock: Notre-Dame brannte, die Schäden sind unermesslich. Doch es gibt Hoffnung: Die wichtigsten Schätze sind gerettet und millionenschwere Spenden …
Notre-Dame: Jetzt ist klar, wie der Feuerwehrmann verletzt wurde - Experten haben enttäuschende Nachricht

Kommentare