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Ein Untersuchungsrichter will den Lokführer des Unglückszuges von Santiago de Compostela noch an diesem Sonntag vernehmen.

Richter drängt zur Eile

Lokführer soll heute noch vernommen werden

Santiago de Compostela - Ein Untersuchungsrichter will den Lokführer des Unglückszuges von Santiago de Compostela noch an diesem Sonntag vernehmen.

Der Lokführer wird nach der Katastrophe in Spanien mit 78 Toten der fahrlässigen Tötung beschuldigt. Der 52-jährige José Francisco Garzón werde noch im Laufe des Tages zum Unfallhergang befragt werden, teilte das Oberlandesgericht der Autonomen Region Galicien (TSJG) am Sonntag in Santiago de Compostela mit.

Schnellzug entgleist in Kurve - viele Tote

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Am Samstag hatte Innenminister Jorge Fernández Díaz die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Garzón bekanntgegeben. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Lokführer am Mittwochabend wenige Kilometer vor der Einfahrt in den Bahnhof von Santiago seinen Zug in einer Tempo-80-Zone aus noch unbekannten Gründen mit 190 Kilometern pro Stunde ins Unglück. Garzón war am Samstag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er verbrachte die Nacht in einer Zelle einer Polizeiwache in Santiago.

Zahl der Toden steigt auf 79

Die Zahl der Todesopfer nach dem Zugunglück im Nordwesten Spaniens ist inzwischen auf 79 gestiegen. Wie die Regionalregierung von Galicien mitteilte, erlag ein weiterer Mensch am Sonntag im Krankenhaus „Hospital Clínico“ seinen Verletzungen. Vier Tage nach dem schweren Unglück in Santiago de Compostela wurden den amtlichen Angaben zufolge am Sonntag noch 70 der 178 Verletzte in Krankenhäusern behandelt. 22 Menschen seien noch in einem kritischem Zustand, hieß es.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der Lokführer am Mittwochabend wenige Kilometer vor der Einfahrt in den Bahnhof von Santiago in einer Tempo-80-Zone aus noch unbekannten Gründen mit 190 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen.

dpa

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