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In diesem Haus ist es zu dem Unglück gekommen

Als er in seinem Bett lag

Mann vom Erdboden verschluckt

Brandon - Verschwindet ein Mensch spurlos, sagt man, er sei wie vom Erdboden verschluckt. In Florida ist aus dem geflügelten Wort jetzt gruselige Wahrheit geworden. 

Ein Krater im Schlafzimmer hat einen 36-Jährigen im US-Bundesstaat Florida verschluckt. In der Nacht zum Freitag habe sich unter seinem Haus in Tampa ein riesiges Loch aufgetan, berichtete die Zeitung „Tampa Bay Times“. Stundenlang hätten Rettungskräfte in der Nacht nach dem Mann gesucht, aber kein Lebenszeichen erhalten. Am Freitag mussten sie die Suche unterbrechen, um den Krater zu stabilisieren.

Jeffrey Bush hatte den Angaben zufolge friedlich in seinem Bett gelegen, als sich plötzlich die Erde unter ihm öffnete. Lautes Krachen und Schreie alarmierten die Familienmitglieder im Haus. Bushs Bruder war als Erster im Schlafzimmer des Opfers: „Ich machte das Licht an, und alles was ich sah, war dieses große Loch“, sagte der sichtlich unter Schock stehende Mann dem Fernsehsender CNN. Er sprang in den Krater und grub bis zum Eintreffen der Rettungskräfte mit einer Schaufel nach dem Verschwundenen.

Florida: Mann vom Erdboden verschluckt

Florida: Mann vom Erdboden verschluckt

Zum Zeitpunkt den Unglücks hatten sich fünf weitere Verwandte im Haus aufgehalten. Mit Bangen verfolgten sie die Rettungsarbeiten. „Ich weiß in meinem Herzen, dass er tot ist, aber ich will hier warten“, sagte Bushs weinender Bruder zu CNN.

Die Suche nach dem Vermissten wurde am Freitag allerdings unterbrochen, da der geschätzt 15 Meter tiefe und 30 Meter breite Krater zu instabil war. Rettungskräfte befürchteten eine Vergrößerung des Lochs und evakuierten benachbarte Häuser.

Plötzlich auftretende Krater seien in Florida nichts Ungewöhnliches, zitiert CNN die lokale Umweltbehörde. Der Bundesstaat liege auf einem Untergrund aus auf Karbonatgestein. Säurehaltiges Grundwasser könne den Stein zerfressen und zu Hohlräumen führen, die bei zu starker Belastung in sich zusammenbrechen.

dpa

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