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Detlev G. gestand den Mord an seiner Internetbekanntschaft, bestreitet aber den Kannibalismus-Vorwurf.

Kannibalen-Verdacht gegen LKA-Beamten

Verspeiste dieser Polizist sein Mordopfer?

Dresden - Dieser Kriminalfall ist der reinste Horror: Ein Beamter des LKA Sachsen schlachtet seinen Internetbekannten ab, zerstückelt ihn und vergräbt die Leichenteile hinter seinem Haus!

Am Donnerstag wurde der 55-Jährige, der als Schriftsachverständiger am Kriminaltechnischen Institut Dresden bei der Aufklärung von Kriminalfällen half, an seinem Arbeitsplatz festgenommen. Er sitzt mittlerweile wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Detlev G. selbst führte die Fahnder zum Tatort – seinem Haus im malerischen Gimmlitztal im Erzgebirge, wo er mit seinem Ehemann eine kleine Ferienpension betreibt. Dort stieß die Spurensicherung bei Grabungen auf die Leichenteile. Am Freitag dann gab die Staatsanwaltschaft Dresden zu dem Gruselfall weitere Einzelheiten bekannt:

Detlev G. lernte über die Internetseite zambianmeat.com sein späteres Opfer, einen Unternehmensberater aus Hannover kennen. Auf dieser Website tauschen sich Kannibalismusanhänger über ihre Fantasien und Vorlieben, die vor allem sexuell geprägt sind, aus. Sie chatten, ­schreiben sich SMS, telefonieren – Detlev G.s Ehemann soll von allem nichts gewusst haben. Für den 4. November verabreden sich die Menschenfresser-Freunde. Sie treffen sich in Dresden. Zuvor soll sich der 59-jährige Niedersachse dem Polizisten schon offenbart haben: Er wolle getötet und verspeist werden. Laut Zeugen hatte der Unternehmensberater seit seiner Jugend diese Fantasien. Als die beiden Männer ins Haus des Polizisten im Gimmlitztal fahren, soll der Plan zur Tötung schon festgestanden haben.

Im Keller und möglicherweise im sexuellen Wahn schnitt Detlev G. seinem Bekannten die Kehle mit einem einzigen Schnitt durch. Der Mann verblutete. Danach zerstückelte der Polizist sein Opfer „sehr kleinteilig“, wie Kriminaldirektor Maik Mainda sagte. Die Prozedur dauerte zwischen vier bis fünf Stunden. Danach vergrub der Täter die Leichenteile auf der Wiese hinter dem Haus.

Hinweise, dass Detlev G. Menschenteile auch gegessen habe, gebe es derzeit nicht. Aber: „Wir sind mit den Ermittlungen erst am Anfang“, so der Oberstaatsanwalt Andreas Feron.

Die Polizei kam dem LKA-Beamten nach einer Vermisstenanzeige auf die Spur. Ein Mitarbeiter des Opfers hatte sie zehn Tage nach dessen Verschwinden gestellt. Daraufhin durchsuchte die Polizei in Niedersachsen dessen Wohnung und stellte seinen Computer sicher. Anhand der Chatprotokolle und Telefonverbindungen stand Detlev G. schon bald im Fokus der Ermittlungen.

Nach seiner Festnahme legte der LKA-Beamte ein Teilgeständnis ab, räumte die Tötung ein. Derzeit versucht man in der Gerichtsmedizin die gefundenen Leichenteile zusammenzufügen. Es fehlen u.a. noch innere Organe. Detlef G. bestreitet, sie verspeist zu haben.

Lesen Sie auch: Sächsischer Polizist zerstückelt Chat-Freund

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