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Ein Aufenthalt der Gesuchten in Süddeutschland ist laut einer Polizeisprecherin im Bereich des Möglichen.  

Versteckt er seine Kinder in Süddeutschland?

Hermannsburg - Die von ihrem Vater ursprünglich nach Ägypten verschleppten vier Kinder aus Hermannsburg bei Celle könnten sich Zeugen zufolge in Süddeutschland aufhalten.

Die Polizei in Celle berichtete am Montag von den Zeugenaussagen. Derzeit gingen die Behörden zwar unverändert davon aus, dass sich die Gruppe in Ägypten aufhalte. “Doch liegen aktuelle Hinweise vor, dass auch ein Aufenthalt der Gesuchten in Süddeutschland im Bereich des Möglichen liegt“, sagte eine Sprecherin. Nähere Angaben wollte sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen. Einen Bericht der “Bild“-Zeitung, wonach sich die vier- bis achtjährigen Kinder und ihr Vater in Bayern aufhalten könnten, wollte die Sprecherin nicht kommentieren.

Der 37 Jahre alte Vater hatte die Kinder am Ostermontag unter einem Vorwand bei seiner Ex-Frau abgeholt und war mit ihnen zunächst nach Ägypten geflogen und dann in den Sudan gereist. Mitte Mai war er aber offenbar wieder nach Ägypten zurückgekehrt. Der arbeitslose Krankenpfleger gilt als christlicher Fundamentalist und hat kein Sorgerecht für die Kinder. Er wird mit Haftbefehl gesucht.

“Wir halten Ägypten als Aufenthaltsort nach wie vor für nicht ausgeschlossen, weil wir keine Erkenntnisse über eine Ausreise vorliegen haben“, erklärte die Sprecherin. Die Ermittlungsbehörden gingen weiter mit Hochdruck allen Hinweisen nach, um die Kinder - Jonas (8), Benjamin (7), Miriam (5) und Lisa (4) - zu finden und in die Obhut der Mutter zurückzubringen. Polizei und Staatsanwaltschaft bitten vor allem Urlauber in Ägypten und Süddeutschland sowie die dortige Bevölkerung um Mithilfe bei der Fahndung.

dpa

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