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Eine Augenfliege wie diese hatte eine Schülerin versteinert als Fossil gefunden.

Seltener Fund

Größte Augenfliege der Welt entdeckt

Dresden - Eine wahre Seltenheit hat ein Mädchen vor Jahren bei einer Exkursion enteckt. Wie sich erst jetzt herausstellte, handelt es sich um die größte bekannte Augenfliege der Welt.

Eine Schülerin hat in den USA die bisher größte bekannte versteinerte Augenfliege entdeckt. Der Biologe Christian Kehlmaier von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden hat das Tier jetzt gemeinsam mit Kollegen als neue Art beschrieben. Das Insekt mit einer Flügellänge von 9,3 Millimetern sei etwa 50 Millionen Jahre alt, teilte das Forschungsinstitut am Donnerstag mit.

Die Schülerin Azure Rain Belgarde hatte das Fossil bereits vor Jahren bei einem Ausflug zu den Lagerstätten der Kleinstadt Republic (Washington/USA) gefunden und im dortigen Museum hinterlassen. Nach ihr wurde die Fliege auch benannt: Metanephrocerus belgardeae.

Nach Angaben von Kehlmaier gibt es weltweit mehr als 1400 beschriebene Arten der großäugigen Zweiflügler. Forscher gehen von noch einmal so vielen, bisher unentdeckten Arten aus. „Doch fossile Formen der Augenfliegen werden nur sehr selten gefunden.“

Die fossilen Reste der größten bisher entdeckten Augenfliege Metanephrocerus belgardeae.

Insgesamt konnten die Experten um Kehlmaier drei neue Arten fossiler Augenfliegen nachweisen, zwischen 40 bis 50 Millionen Jahre alt. Die zwei anderen neuen Arten, Metanephrocerus groehni und Metanephrocerus hoffeinsorum, waren in baltische Bernsteine eingeschlossen. Ihre Beschreibungen veröffentlichten die Forscher in den Journalen „The Canadian Entomologist“ und „Arthropod Systematics & Phylogeny“.

Augenfliegen sind skurrile Geschöpfe: Ihr Kopf macht fast ein Drittel des Körpers aus und besteht fast nur aus Augen. Mit diesen Facettenaugen machen sich die Fliegen auf die Suche nach Zikaden und Schnaken, die ihnen als Aufzuchtstationen für ihre Larven dienen. „Die Lebensweise und das Aussehen der Augenfliegen haben sich vor zirka 70 Millionen Jahren entwickelt“, so Kehlmaier.

dpa

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