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Luftaufnahmen, die eine unbemannte Drohe vom AKW Fukushima geschossen hat, zeigen das ganze Ausmaß der Katastrophe.

Verstrahltes Wasser aus Fukushima sickert ins Meer

Tokio - Aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi sickert hoch radioaktives Wasser in den Pazifik. Der Sprecher der Atomsicherheitsbehörde, Hidehiko Nishiyama, erklärte, das Wasser trete aus einem Riss in der Schutzhülle eines Grabens aus.

In der Luft über dem Leck seien Strahlungswerte von 1.000 Millisievert pro Stunde gemessen worden.

Nishiyama sagte weiter, die Strahlenwerte im Wasser in der Nähe des Reaktors und in einem Umkreis von 15 Kilometern würden ständig überprüft. Der etwa 20 Zentimeter lange Riss sollte mit Zement abgedichtet werden. “Dies könnte eine der Quellen für die Kontaminierung des Meerwassers sein“, erklärte Nishiyama. “Es könnte andere, ähnliche Risse in dem Gebiet geben, und wir müssen sie so schnell wie möglich finden.“ Experten haben erklärt, das verstrahlte Wasser werde in den Weiten des Pazifiks rasch verdünnt, so dass auch größere Mengen kaum Auswirkungen auf die Umwelt hätten.

Fukushima: Luftaufnahmen der AKW-Katastrophe

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Unterdessen besuchte der japanische Ministerpräsident Naoto Kan erstmals das Katastrophengebiet im Nordosten des Landes und versprach den Opfern Hilfe. Seine erste Station war die 20.000 Einwohner zählende Stadt Rikuzentakata, die von der Flutwelle vor drei Wochen verwüstet wurde. Vor dem schwer beschädigten Rathaus legte Kan eine Schweigeminute ein. Er sprach mit dem Bürgermeister, dessen Frau von den Wassermassen mitgerissen wurde und seitdem vermisst wird.

“Wir sollten uns nicht unterkriegen lassen“

“Es wird ein langer Weg sein, aber die Regierung ist bei euch“, sagte der Regierungschef laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo zu Feuerwehrleuten und Behördenvertretern. “Wir sollten uns alle nicht unterkriegen lassen.“ Kan besuchte auch eine Schule, die inzwischen als Notunterkunft dient. “Die Regierung unterstützt euch umfassend bis zum Schluss“, sagte er vor 250 Evakuierten.

Bei dem Erdbeben der Stärke 9,0 und dem anschließenden Tsunami am 11. März kamen Befürchtungen zufolge bis zu 25.000 Menschen ums Leben. Mehr als 16.000 Menschen werden noch vermisst.

dapd

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