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Kapitän Francesco Schettino steht nach dem Tod von 32 Menschen nach der Havarie der „Costa Concordia“ wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung vor Gericht.

"Costa"-Prozess

Verteidigung: Schettino hat richtig gehandelt

Grosseto - Kapitän Francesco Schettino hat nach Ansicht seiner Anwälte nach der Havarie der „Costa Concordia“ mit seinem Handeln eine noch größere Katastrophe verhindert. Sie fordern seinen Freispruch.

"Schettino hat die richtige Entscheidungen getroffen. Wenn er sofort die Evakuierung angeordnet hätte, wären 4000 Menschen gestorben“, sagte sein Anwalt Domenico Pepe am Montag vor dem Gericht im toskanischen Grosseto. Er forderte Freispruch für Schettino, der nach dem Unglück freiwillig alle Schuld auf sich genommen habe, erklärte Pepe laut Nachrichtenagentur Ansa.

Es gebe keinen Zusammenhang seines Handelns mit dem Tod der 32 Passagiere, sagte Anwalt Domenico Pepe am Montag vor dem Gericht in Grosseto. Das Unglück sei ein „unvorhergesehenes, außergewöhnliches und nicht absehbares“ Ereignis gewesen, ein „Unfall auf dem Meer“. Er beantragte laut Nachrichtenagentur Ansa, die geringste mögliche Strafe gegen den 54-Jährigen zu verhängen und mildernde Umstände anzuerkennen.

Pepe wies die Vorwürfe der Anklage zurück, die Schettino als „unvorsichtigen Idioten“ bezeichnet und eine Haftstrafe von 26 Jahren und drei Monaten gefordert hatte. „Schettino ist eine anständige Person. Wenn der Staatsanwalt ihn als einen Idioten bezeichnet, ist das eine Beleidigung“, erklärte Pepe.

Die Verhandlung hatte am Freitag unterbrochen werden müssen, weil Schettino mit Fieber das Gericht verlassen hatte. Der 54 Jahre alte Kapitän muss sich seit Juli 2013 als einziger Angeklagter unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Ein Urteil wird noch in dieser Woche erwartet. Bei der Havarie der „Costa Concordia“ waren im Januar 2012 insgesamt 32 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwölf Deutsche.

dpa

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