Vertreter muss zahlen

Hohe Strafe nach Klopfen trotz "Nicht stören"-Schild

Canberra - Weil sich ein Haustürvertreter in Australien über ein "Nicht klopfen"-Türschild hinwegsetze, muss seine Firma tausende Dollar Strafe zahlen - ein Signal, so der Richter.

Weil sich einer ihrer Vertreter bei der Kundenaquise über ein "Nicht klopfen"-Schild hinweggesetzt hat, sind zwei Unternehmen in Australien zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt worden. Ein Bundesgericht verhängte am Freitag gegen das Gasunternahmen AGL South Australia eine Strafe von 35.000 australischen Dollar (23.000 Euro). Die Marketingfirma CPM, bei der der Vertreter unter Vertrag stand, muss 25.000 australische Dollar zahlen. Der Vertreter war im November 2011 in der südaustralischen Küstenstadt Adelaide von Haus zu Haus gegangen, um Kunden für AGL zu werben. Er klopfte auch an einer Tür, auf der ausdrücklich stand "Nicht klopfen - ungebetene Haustürengeschäfte sind hier nicht willkommen", wie die australische Gewerbeaufsicht nach der Urteilsverkündung mitteilte. Der Vertreter habe dennoch versucht, den Bewohner zu einem Gas-Vertrag zu überreden. Die hohen Strafen sollten deutlich machen, dass solche Praktiken bei Haustürgeschäften unbedingt unterbunden werden müssten, erklärte Richter John Middleton.

afp

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