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Vertriebenen-Ausstellung: Exponate zurückgezogen

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- Berlin - Polen hat zwei Leihgaben für die umstrittene Berliner Ausstellung des Bundes der Vertriebenen (BdV) zurückgezogen. Ein besticktes Tuch eines polnischen Flüchtlings-Buben und ein Buch eines Wehrmachtsoldaten, die dem Historischen Museum Warschau gehören, seien unmittelbar nach der Eröffnung der Doku-Schau "Erzwungene Wege - Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts" am vergangenen Freitag von einer Kurierin abgeholt worden, sagte Kuratorin Katharina Klotz.

Die 18 anderen Ausstellungs-Objekte aus Polen seien von dem Rückzug nicht betroffen. Über die Gründe habe es keine Erklärung gegeben. Die vom Bund der Vertriebenen initiierte Ausstellung war in Polen heftig kritisiert worden.

Viele Polen fürchten, dass die Ausstellung einseitig das Leiden der aus Polen stammenden vertriebenen Deutschen in den Vordergrund rücken könnte. Aus Protest gegen die Ausstellung hatte auch der amtierende Warschauer Bürgermeister Kazimierz Marcinkiewicz einen Besuch in Berlin abgesagt.

Laut BdV-Vorsitzender Steinbach gilt die Ausstellung als Grundstein für das geplante Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin.

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