Verzweifelte Suche nach verschütteten US-Bergarbeitern

Washington/Huntington - Nach dem Einsturz eines Stollens in einem Kohlebergwerk im US-Bundesstaat Utah sind Rettungsmannschaften weiter auf der Suche nach sechs verschütteten Bergleuten.

Der Direktor des Bergwerkunternehmens «Utah American Energy», Robert Murray, sagte in dem nahe der Stadt Huntington gelegenen Unternehmen, man werde nichts unversucht lassen, um zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Das könne jedoch zwei oder drei Tage dauern. Zu den Bergleuten, die am Montagmorgen gegen 3.00 Uhr (Ortszeit) verschüttet worden waren, gab es auch bis zum Ende des Tages noch keinen Kontakt. Ob die Männer noch am Leben sind, ist nach Murrays Worten unklar.

Der Aufenthaltsort der Bergleute unter Tage ist bekannt. Er liegt in etwa 450 Meter Tiefe und ungefähr 6,5 Kilometer vom Eingang des Bergwerks entfernt. Falls die Männer den Einsturz überlebten, haben sie nach Angaben des Unternehmens genug Nahrung, Wasser und Sauerstoff, um mehrere Tage lang auszuhalten.

Wie Murray erklärte, wird auf verschiedenen Wegen versucht, zu den Verschütteten vorzudringen. Mit Hilfe eines Hubschraubers solle aus der Luft ein Zugang zu dem Stollen gebohrt werden. Außerdem sei ein vor drei Jahren stillgelegter Stollen wieder geöffnet worden. Die Rettungsmannschaften sollen durch die Kohle einen Eingang zum benachbarten Stollen bohren. Nach Angaben eines Sprechers des Energie-Unternehmens haben sich die Rettungsmannschaften dem Einsturzort bis auf etwa 750 Meter genähert.

Die genaue Unglücksursache ist zunächst noch nicht bekannt. Möglicherweise steht der Einsturz des Stollens im Zusammenhang mit einem Erdbeben, das am Montagmorgen Utah erschüttert hatte. Die Stärke war zunächst mit 4,0 angebeben worden, wurde jedoch von der Universität von Utah später auf 3,9 korrigiert. Das Epizentrum lag nur rund fünf Kilometer entfernt vom Mineneingang. Allerdings besteht nach Angaben von Geologen auch die Möglichkeit, dass der Einsturz des Stollens als leichtes Erdbeben fehlinterpretiert wurde. Die letzten Minen-Opfer im Bezirk Emery County gab es vor rund sieben Jahren. Damals wurden zwei Männer bei einer Explosion getötet.

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