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Überwachungskameras filmten den Horror-Zwischenfall in der Londoner U-Bahn.

Video: U-Bahn-Drama in London

Buggy rollt auf Gleise: Mutter rettet Baby

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London - Dramatische Rettung: Kurz vor einer einfahrenden U-Bahn hat eine Mutter in London ihr Baby im Kinderwagen von den Gleisen gerettet.

Die Eltern waren am Londoner Bahnhof Goodge Street mit zwei Buggys unterwegs. Nachdem sie den ersten die Treppe hinabgetragen hatten, stellten sie ihn auf dem Durchgang vor dem Bahnsteig ab und gingen zurück, um den zweiten holen.

In dem Moment verlässt ein Zug den Bahnhof. Durch den Fahrtwind setzt sich der alleine gelassene Buggy samt dem Baby darin Richtung Bahnsteigkante in Bewegung, wie die britische Transportpolizei mitteilte. Der Bahnsteig ist leer - bis auf einen jungen Mann, der von dem Geschehen nichts mitbekommt, weil er in die andere Richtung sieht und Kopfhörer trägt. Der Kinderwagen fällt ungehindert auf die Gleise.

Überwachungskameras filmten die dramatischen Sekunden, in denen eine Frau - offensichtlich die Mutter, die das Fehlen des Kinderwagens bemerkt hatte - auf den Bahnsteig läuft und auf die Gleise herabsteigt. Während das zweite Kind aus seinem Buggy heraus dem dramatischen Geschehen folgt, nimmt der Vater, der seiner Frau hinterhergelaufen war, den Kinderwagen in Empfang. Glück im Unglück: Offensichtlich war der darin befindliche Nachwuchs festgeschnallt gewesen, denn er war nicht herausgefallen.

Sehen Sie hier das Video auf Youtube 

Die Mutter hebt noch schnell einen Beutel auf, der sich von dem Buggy gelöst hatte und klettert dann schnell zurück auf den Bahnsteig - gerade noch rechtzeitig, denn wenige Sekunden später fährt bereits der nächste Zug in den Bahnhof ein. Anschließend verlässt die Familie den Bahnhof zu Fuß.

„Das war ein erschreckendes Ereignis“, sagte Chief Inspector Mark Lawrie. „Nicht nur wegen der Gefahr, der das Kind ausgesetzt war, sondern auch weil die Mutter ihr eigenes Leben riskierte.“

Die Polizei veröffentlichte jetzt das Video über den Zwischenfall, der sich bereits am 23. Juli ereignete, um Hinweise auf die Identität der Beteiligten zu erhalten. Sie sucht nach den Eltern und dem Kind, um sicherzugehen, dass wirklich niemandem etwas passiert ist, wie der britische "Guardian" schreibt.

dpa/hn

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