Shanghai Tower

Schwindelerregender Videogruß aus 630 Metern

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München - Sie kraxeln auf über 600 Meter Höhe - und das ungesichert. Zwei Extremkletterer aus Russland haben den Shanghai Tower bestiegen. Das Video ihrer Aktion ist ein Youtube-Hit.

Wer Höhenangst hat, sollte bei diesem Video besser wegsehen. Zwei bekannte Extremkletterer aus Russland haben ungesichert das zweitgrößte Gebäude der Welt bestiegen: den Shanghai Tower. 632 Meter ist der Turm hoch. Ihn überragt nur noch der Burj Khalifa in Dubai mit 828 Metern. Heimlich haben die "Urbanen Ninjas" Wadim Machorow und Vitali Raskalow den sich noch im Bau befindlichen Tower bestiegen.

Für ihre Aktion hatten die Russen das chinesische Neujahrsfest am 31. Januar genutzt. An dem Feiertag seien die Wachleute weniger aufmerksam gewesen, und die Arbeiter hätten Urlaub gehabt, schriebt Raskalow in seinem Blog. 

Am Mittwoch haben die Adrenalin-Freaks ihr Video bei Youtube hochgeladen, einen Tag später hatten sie schon rund 1,8 Millionen Seitenaufrufe. Über die ganze Welt verteilt sind Menschen  begeistert von dem Youtube-Clip. In China, wo das Video enstanden ist, wurde der Clip auf anderen Plattformen verbreitet. YouTube ist dort verboten.

Atemberaubender Blick über Shanghai

Der Zuschauer des Videos sieht die Kletter-Aktion aus Sicht der beiden Männer. Denn die Kletterer haben bei ihrem waghalsigen Ausflug Kopfkameras getragen.

Das Video zeigt Machorow und Raskalow, wie sie mit schwarzen Kapuzenpullis und teils vermummtem Gesicht in die Baustelle eindringen. Nachdem sie das 120. Stockwerk erreicht hatten, gelangten sie auf eine Plattform, von der aus sie auf den riesigen Baukran kletterten, der den Turm überragt.

Die beiden Abenteurer filmten sich über den Wolken und der Smogglocke der Millionenmetropole. "Wir haben fast zwei Stunden bis zum 120. Stockwerk gebraucht", schrieb Raskalow in seinem Blog. "Und wir haben fast 18 Stunden auf der Spitze des Gebäudes verbracht, geschlafen und auf besseres Wetter gewartet."

Die Zuschauer des Videos bekommen einen atemberaubenden Blick über Shanghai geliefert - und das bequem vom heimatlichen Sofa aus. Weniger begeistert als viele Internet-User zeigte sich die Betreibergesellschaft des Shanghai Towers. Sie kündigte an, ähnliche Aktionen zukünftig zu verhindern.

Machalow und Raskalow klettern regelmäßig illegal auf Wolkenkratzer, vor allem in Russland. Nach dem Aufstieg auf die Pyramiden von Gizeh in Ägypten zeigte sich Raskalow reumütig und entschuldigte sich in einem Interview mit dem Sender CNN für die verbotene Aktion.

wei mit afp

Rubriklistenbild: © Snack TV

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