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Viele Menschen sind durch einen Tsunami und einen Vulkanausbruch in Indonesien getötet worden.

Viele Tote durch Tsunami und Vulkanausbruch

Jakarta - Mehr als 150 Menschen sind nach einem Erdbeben mit anschließendem Tsunami gestorben. Viele werden vermisst. Außerdem kamen im Ascheregen des erwachten Vulkans Merapi mindestens 25 Menschen ums Leben.

Ein starkes Erdbeben mit Tsunami hat in Indonesien mindestens 150 Menschen in den Tod gerissen. Hunderte Menschen wurden am Dienstag, rund 24 Stunden nach dem Erdstoß, noch vermisst. Das teilte das Krisenzentrum im Gesundheitsministerium am Abend mit. Das Beben der Stärke 7,2 - andere Angaben sprachen von bis zu 7,5 - löste auf der abgelegenen Inselkette Mentawai vor Sumatra einen Tsunami mit gut drei Meter hohen Wellen aus. Wie ein Sprecher des Krisenzentrums sagte, wurden etwa zehn Dörfer teilweise zerstört und 150 Menschen vermisst. Das Indonesische Rote Kreuz sprach unterdessen von 502 Vermissten und 2000 Familien, die vertrieben worden seien. Neun Boote würden vermisst.

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Vulkan Merapi auf Indonesien ausgebrochen

Ebenfalls in Indonesien forderte unterdessen der erwachte Vulkan Merapi erste Todesopfer. 15 Leichen wurden nach Angaben eines lokalen Fernsehsenders verkohlt am Fuße des Berges entdeckt. Außerdem starb ein drei Monate altes Baby im Ascheregen, wie Behörden mitteilten. Mindestens 13 Menschen seien teils schwer verletzt worden. Der fast 3000 Meter hohe Merapi (“Feuerberg“) auf der Insel Java ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Im Umkreis wohnen mehr als drei Millionen Menschen, 40 000 davon an den Hängen des Vulkans. Auf der Insel Pagai Selatan waren die Schäden infolge des Erdbebens besonders schlimm. Dort rauschten nach Angaben des Sprechers die Wellen bis zu 600 Meter tief ins Land.

Auf Pagai Utara seien 80 Prozent der Häuser in der Ortschaft Betumonga zerstört. Die Suche nach Vermissten lief auf Hochtouren. Die Behörden hatten am Montagabend kurzzeitig eine Tsunamiwarnung ausgerufen, gingen dann aber davon aus, dass das Beben unter dem Meeresboden keine Flutwellen auslöste. “Es war schwierig, an Informationen zu kommen, weil die Kommunikation nicht funktionierte“, sagte der Sprecher des Katastrophenschutzes, Harmensyah. Er trägt wie viele Indonesier nur einen Namen. Nach Regierungsangaben waren am Dienstag Helfer mit Zelten und Nahrungsmitteln zu den Inseln unterwegs. Die Schiffsreise dauert von Sumatra aus zehn Stunden. Das Ausmaß der Schäden wurde für die Helfer erst 18 Stunden nach dem Beben deutlich.

Die Mentawai-Inselgruppe besteht aus 70 kleinen Inseln und liegt etwa 150 Kilometer westlich von Sumatra. Dort leben etwa 68 000 Menschen. Touristen vor allem aus Australien haben die Inseln in jüngster Zeit als Surfer-Paradies entdeckt. Ob unter den Opfern Ausländer sind, blieb zunächst unklar. Das Epizentrum des Bebens lag rund 280 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Padang auf Sumatra. Dort hatte ein Beben im vergangenen Jahr rund 1100 Menschenleben gefordert. Dieses Mal blieb die Großstadt verschont. Weiter nördlich vor Sumatra lag das Epizentrum der verheerenden Erdstöße, die den gewaltigen Tsunami zu Weihnachten 2004 ausgelöst hatten. Allein auf Sumatra kamen damals 170 000 Menschen um, rund um den Indischen Ozean starben weitere 60 000.

dpa

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